Schwimmhalle Klotzsche: Technische Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Die Schwimmhalle Klotzsche gehört zu den ältesten Hallenbädern in Dresden und hat das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht. In der Sitzung des Sportausschusses am Donnerstag, dem 23. April 2026, berichteten die Geschäftsführerin der Dresdner Bäder GmbH, Annette Scheibe-Zokov, sowie Sportbürgermeister Jan Donhauser über die gegenwärtige Lage. Zudem präsentierte das beauftragte Ingenieurbüro Marx Krontal Partner GmbH das Zweitgutachten, das den Zustand der Halle bewertet. Das Gutachten belegt die bestehenden Mängel am Schwimmbecken und der tragenden Struktur, zu denen unter anderem Abplatzungen des Betons, Rissbildungen sowie Korrosionsschäden aufgrund von Chlorbelastung zählen.
Materialtechnische Untersuchung zur Zustandsbewertung
Um festzustellen, ob und in welchem Maße die Schwimmhalle weiterhin genutzt werden kann, wird als nächster Schritt eine materialtechnische Untersuchung durchgeführt. Eine Woche vor Beginn der Sommerferien wird das Wasser aus dem Becken abgelassen. Diese Untersuchung soll den tatsächlichen Zustand der Bausubstanz genau erfassen und mögliche Sanierungsoptionen fachlich einordnen. Die Ergebnisse sollen noch vor dem Beginn des neuen Schuljahres vorgelegt werden.
Alternative Lösungen und Sanierungsoptionen
Falls sich herausstellt, dass eine weitere Nutzung nicht mehr vertretbar ist, werden frühzeitig alternative Lösungen für das Schul- und Vereinsschwimmen in anderen Dresdner Schwimmhallen in Betracht gezogen. Die entsprechenden Vorbereitungen sind bereits im Gange.
Gleichzeitig werden verschiedene Sanierungsansätze evaluiert, die sich in Bezug auf Kosten, Bauzeit und Nachhaltigkeit unterscheiden. Eine belastbare Bewertung dieser Optionen kann jedoch erst nach Abschluss der Untersuchungen erfolgen. Sportbürgermeister Jan Donhauser betonte in der Sitzung, dass sowohl die technische Sanierung der bestehenden Halle als auch der Neubau vorangetrieben werden müssen. Für beide Projekte sollen erneut Fördermittel beantragt werden.
Zusätzlich wird das Fernbusterminal-Projekt am Hauptbahnhof in der Altstadt als wichtiger Aspekt für die zukünftige Infrastruktur betrachtet. Auch die steigenden Sozialausgaben in Dresden spielen eine Rolle in der Diskussion um die Finanzierung.
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Bildquelle: ai-generated-gemini