Berlin – In Deutschland wurden 2025 so wenige Kinder geboren wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Laut dem Statistischen Bundesamt wurde die Geburtenrate auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesenkt. Nach vorläufigen Zahlen kamen im vergangenen Jahr 654.300 Neugeborene zur Welt, während die Sterbefälle mit etwa 1,01 Millionen deutlich höher lagen. Das Statistikamt bezeichnete dies als das größte Geburtendefizit in der Nachkriegszeit.
Der Rückgang der Geburtenzahlen setzt sich demnach auch 2025 fort und ist bereits das vierte Jahr in Folge. Zwei wesentliche Faktoren tragen zu dieser Entwicklung bei: Zum einen erreichen die kleinen Geburtenjahrgänge aus den 1990er Jahren nun das fruchtbare Alter. Zum anderen ist seit 2022 ein Rückgang der zusammengefassten Geburtenziffer zu verzeichnen. Diese Ziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens gebären würde, wenn die Verhältnisse des jeweiligen Kalenderjahres von ihrem 15. bis 49. Lebensjahr gelten würden. Besonders stark ist der Rückgang im Osten Deutschlands im Vergleich zum Westen.
Abtreibungen ebenfalls rückläufig
Zusätzlich ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche gesunken. Im Jahr 2025 wurden 106.000 Abtreibungen registriert, was einem Rückgang von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch liegt die Zahl der Abtreibungen weiterhin über dem Niveau der Jahre 2014 bis 2020, wie die Statistiker anmerkten. Die genauen Ursachen für diese Entwicklung sind anhand der vorliegenden Daten nicht abschließend zu bewerten.
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Bildquelle: Martin Falbisoner via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)