Seit Herbst 2025 gelten in Griechenland verschärfte Verkehrsregeln, die für Urlauber erhebliche finanzielle Folgen haben können. Autofahrer, die sich nicht über die neuen Vorschriften informieren, müssen mit Bußgeldern von mehreren Tausend Euro rechnen.
In diesem Sommer sollten Reisende in Griechenland besonders vorsichtig sein, wenn sie hinter dem Steuer sitzen. Das griechische Parlament hat die Straßenverkehrsordnung umfassend reformiert. Die neuen Regelungen, die seit Herbst 2025 in Kraft sind, bringen drastische Bußgelder mit sich, die bis zu 8000 Euro betragen können.
Hohe Strafen für Verkehrsverstöße
Die Nutzung des Mobiltelefons während der Fahrt wird bereits beim ersten Verstoß mit 350 Euro und einem 30-tägigen Führerscheinentzug geahndet. Bei einem weiteren Vergehen innerhalb von sechs Monaten erhöht sich die Strafe auf 1000 Euro und ein sechsmonatiger Führerscheinentzug. Wer dreimal gegen diese Regel verstößt, muss mit 2000 Euro und einem einjährigen Führerscheinverlust rechnen.
Raserei und illegale Autorennen
Besonders drastisch sind die Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen. In Wohngebieten gilt nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, die häufig nicht ausreichend beschildert ist, jedoch streng kontrolliert wird. Autofahrer, die mit über 200 km/h geblitzt werden, müssen mit einem Bußgeld von 8000 Euro und einem vierjährigen Fahrverbot rechnen. Illegale Autorennen oder aggressives Fahrverhalten werden bereits beim ersten Verstoß mit 2000 Euro und einem einjährigen Fahrverbot bestraft.
Weitere Regelungen und Strafen
Die griechischen Behörden haben auch andere Verkehrsverstöße ins Visier genommen. Alkohol am Steuer wird mit Strafen zwischen 350 und 4000 Euro geahndet. Wer ohne Sicherheitsgurt fährt, muss 100 Euro zahlen, während Motorradfahrer ohne Helm mindestens 350 Euro riskieren. Eine neue Regelung betrifft Familien: Wer mit Kindern unter zwölf Jahren im Fahrzeug raucht oder sie nicht korrekt sichert, muss bis zu 2000 Euro zahlen. Selbst Fußgänger, die bei Rot über die Straße gehen, werden mit 30 Euro zur Kasse gebeten.
Parkverstöße und deren Konsequenzen
Auch beim Parken gibt es Risiken: Bußgelder zwischen 20 und 150 Euro sind möglich. Besonders unangenehm für Autofahrer ist, dass die Polizei das Kennzeichen einziehen kann, was bedeutet, dass das Fahrzeug wochenlang nicht bewegt werden darf. Dies stellt ein ernsthaftes Problem für Mietwagenfahrer dar.
Vollstreckung von Bußgeldern in Deutschland
Wer denkt, ein Bußgeldbescheid aus Griechenland ignorieren zu können, irrt sich. EU-weit können solche Bescheide auch in Deutschland vollstreckt werden. Eine positive Nachricht gibt es jedoch: Auf Autobahnen dürfen Autofahrer künftig 140 km/h statt der bisherigen 130 km/h fahren.
Bildquelle: Jebulon via Wikimedia Commons (CC0)