Ein Vorfall im Asahiyama-Zoo in Japan sorgt für Entsetzen. Ein Mitarbeiter des Zoos hat offenbar die Leiche seiner Ehefrau in einem Verbrennungsofen für Tierkadaver eingeäschert. Dies gab die Verwaltung des Zoos in Asahikawa bekannt, die die Polizei bei den Ermittlungen unterstützt. Aus diesem Grund bleibt die Einrichtung bis mindestens zum 1. Mai geschlossen.
Bereits Ende März wurde die Frau von einer Freundin als vermisst gemeldet. Daraufhin begann die Polizei auf der Insel Hokkaido mit der Suche nach ihr, jedoch ohne Erfolg, wie lokale Medien berichteten. Am 23. April wurde der Ehemann der Vermissten von den Ermittlern befragt. Während des Gesprächs gestand der Mann, der in seinen Dreißigern ist, die Tat. Er gab an, die Verbrennungsanlage für Tierkadaver und Müll „ein paar Stunden lang“ genutzt zu haben, um den Körper seiner Frau zu verbrennen. Details zu den Umständen ihres Todes sind bislang nicht bekannt.
Durchsuchung des Zoos und der Wohnung des Verdächtigen
Am Tag nach der Vernehmung wurde der Zoo, der regulär seit dem 8. April für Frühjahrsputz und Wartungsarbeiten geschlossen war, von der Polizei durchsucht. Am 26. April suchten die Beamten zudem die Wohnung des Verdächtigen nach weiteren Hinweisen ab.
Der Zoo plant, frühestens am kommenden Wochenende wieder zu öffnen. Bis dahin erhalten die Mitarbeiter psychologische Unterstützung, und die Sicherheitssysteme des Zoos werden überprüft. Es besteht die Möglichkeit, dass die Schließung länger andauert, und auch zukünftige Schließungen sind nicht ausgeschlossen, wie die Zoo-Verwaltung mitteilte.
Öffentliche Reaktionen und Unterstützung für den Zoo
Die Zoo-Verwaltung entschuldigte sich für die „großen Unannehmlichkeiten“. Ein hochrangiger Beamter der Stadt erklärte, dass die Reaktionen der Öffentlichkeit eher unterstützend als kritisch gewesen seien. Der Bürgermeister berichtete von zahlreichen ermutigenden Nachrichten von Zoo-Fans aus dem ganzen Land, die eine große Unterstützung für den Zoo und seine Mitarbeiter darstellten.
Trotz der laufenden Ermittlungen und der belastenden Situation für die Mitarbeiter geht es den Tieren im Zoo gut. Die Pfleger kümmern sich weiterhin um die Pinguine, Eisbären und andere Tiere, für die der nördlichste Zoo Japans bekannt ist. Der Zoo existiert seit 1967 und verzeichnete im vergangenen Jahr 1,33 Millionen Besucher. Viele hatten einen Besuch für den heutigen Mittwoch geplant, der in Japan ein nationaler Feiertag ist und traditionell den Beginn der Sommersaison im Asahiyama-Zoo markiert.
Die Einrichtung ist für ihre innovative Gestaltung der Gehege bekannt, die es den Besuchern ermöglicht, den Tieren besonders nahe zu kommen.
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