Welche Hintergründe hat Moskaus Aufforderung zur Evakuierung ausländischer Botschaften in Kiew?
07.05.2026, 07:39 Uhr
Die Spannungen im Vorfeld der Militärparade am 9. Mai nehmen zu: Russland hat mit einem Angriff auf das Stadtzentrum von Kiew gedroht, falls die Ukraine die Gedenkfeiern stören sollte. In diesem Zusammenhang hat Moskau nun internationale Vertretungen angesprochen.
Russland hat ausländische Botschaften in Kiew dazu aufgefordert, ihr Personal in Sicherheit zu bringen, um auf einen möglichen russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt vorbereitet zu sein. In einer Mitteilung an die diplomatischen Vertretungen forderte das Außenministerium in Moskau die „rechtzeitige Evakuierung von Personal aus diplomatischen und anderen Vertretungen sowie von Bürgern aus der Stadt Kiew“ sicherzustellen. Zudem wurde vor einem russischen „Vergeltungsschlag“ gewarnt, sollte die Ukraine die Feierlichkeiten am 9. Mai in Moskau stören.
Militärparade und einseitige Waffenruhe
Am 9. Mai gedenkt Russland des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Im Rahmen der Feierlichkeiten hatte Moskau eine einseitige Waffenruhe mit der Ukraine angekündigt. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium bereits mit einem Vergeltungsangriff auf das Stadtzentrum von Kiew gedroht, falls die Ukraine die Feuerpause brechen sollte.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte am Montag, dass eine Waffenruhe, um Moskau die Feierlichkeiten zu ermöglichen, „nicht ernst zu nehmen“ sei. Er betonte, Russland habe Angst, dass ukrainische Drohnen „über den Roten Platz schwirren“ könnten. Die Ukraine hatte zudem für den 6. Mai eine eigene einseitige Feuerpause angekündigt. Weitere Informationen zu den Entwicklungen in der Ukraine finden Sie in unserem Artikel über neue Entwicklungen im Ukraine-Konflikt.
Historischer Kontext
Der Zweite Weltkrieg, in dem mehr als 20 Millionen Menschen in der Sowjetunion ums Leben kamen, endete vor 81 Jahren in Europa mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht. In Westeuropa wird dieses Ereignis am 8. Mai begangen, während in Russland der „Tag des Sieges“ aufgrund der Zeitverschiebung am 9. Mai gefeiert wird. Die Risiken der modernen Kriegsführung werden auch von Experten thematisiert, wie in unserem Artikel über Truppenkonzentration.
Die Situation bleibt angespannt, und die internationalen Reaktionen auf Moskaus Drohungen und Aufforderungen werden weiterhin genau beobachtet. Angesichts der aktuellen Energiekrise ist es wichtig, die Maßnahmen zu verfolgen, die Brüssel plant, um betroffene Länder zu unterstützen. Weitere Details finden Sie in unserem Artikel über die Energiekrise.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: depositphotos