Wegen seiner Verstrickungen im Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat der ehemalige britische Prinz Andrew einen dramatischen Fall erlebt. In der Nähe seines neuen Wohnsitzes sah er sich offenbar einer bedrohlichen Situation gegenüber.
Andrew Mountbatten-Windsor wurde von einem maskierten Mann bedroht, während er mit seinen Hunden spazieren ging. Berichten zufolge wurde der Angreifer kurze Zeit später festgenommen. Der Mann soll eine Angriffswaffe bei sich gehabt haben, wie lokale Medien unter Berufung auf die Polizei berichten. Der Vorfall hat Andrew stark getroffen.
Details des Vorfalls
Der Vorfall ereignete sich am gestrigen Abend gegen 19:30 Uhr Ortszeit in der ländlichen Umgebung von Sandringham. Der maskierte Mann sprang schreiend aus einem Fahrzeug und stürmte auf Andrew zu. In der Folge eilten Andrew und ein Mitglied seines Sicherheitsteams zu ihrem in der Nähe geparkten Auto. Der Angreifer soll ihnen daraufhin nachgerannt sein. Andrew und sein Sicherheitsmann konnten schließlich in ihrem Wagen entkommen, wie die britische Boulevardzeitung „Daily Mirror“ berichtet.
Nachdem die Polizei eintraf, versuchte der maskierte Mann zu fliehen. Er wurde wegen unerlaubten Waffenbesitzes und eines Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung festgenommen und zur Vernehmung mitgenommen. Die Polizei hat den Vorfall nicht als terroristischen Akt eingestuft. Zeugenaussagen wurden gesammelt, und auch Andrew sowie sein Personenschützer wurden befragt.
Hintergrundinformationen
Der Vorfall fand auf öffentlichem Gelände in der Nähe des Sandringham Royal Parkland statt, nicht weit von Marsh Farm, dem Anwesen, in das Andrew nach seinem Auszug aus der Royal Lodge im vergangenen Jahr umgezogen war.
Andrew, der zweitälteste Sohn von Queen Elizabeth II., verlor seinen Anspruch auf staatlich finanzierten Polizeischutz, nachdem ihm 2022 im Zuge eines Zivilprozesses mit Virginia Giuffre der königliche Titel „Seine Königliche Hoheit“ aberkannt wurde. Giuffre hatte Andrew beschuldigt, sie sexuell missbraucht zu haben, als sie noch minderjährig war. Der Vorfall hat Ähnlichkeiten mit anderen bedrohlichen Situationen, die in der Vergangenheit in der königlichen Familie aufgetreten sind.
Die Zivilklage wurde ohne Schuldeingeständnis beigelegt. Andrew bestreitet die Vorwürfe vehement, zahlte jedoch Berichten zufolge mehrere Millionen Pfund zur Beilegung des Rechtsstreits. Aufgrund seiner Verstrickungen im Epstein-Skandal wurden ihm schließlich sämtliche königlichen Titel aberkannt.
Weitere rechtliche Probleme
Im Februar 2026 wurde Andrew wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch von der Polizei festgenommen und nach einem stundenlangen Verhör wieder freigelassen. Ihm wird vorgeworfen, während seiner Zeit als britischer Handelsgesandter zwischen 2001 und 2011 vertrauliche Dokumente an Epstein weitergegeben zu haben.
Der Vorfall beim Gassigehen hat die ohnehin angespannte Situation für Andrew weiter verschärft und wirft Fragen zu seiner Sicherheit und seinem aktuellen Lebensumfeld auf.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: By Titanic Belfast – https://www.flickr.com/photos/titanicbelfast/8465184412, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=184694181