Washington – Mercedes-Benz sieht sich in den USA mit der Möglichkeit eines Verkaufsverbots konfrontiert. Die Senatoren Bernie Moreno (59, Republikaner) und Elissa Slotkin (49, Demokraten) setzen sich dafür ein, vernetzte Fahrzeuge aus China vom amerikanischen Markt auszuschließen. Ab dem 1. Januar 2027 soll der Import, die Produktion oder der Verkauf solcher Autos in den USA untersagt werden. Besonders problematisch für Mercedes: Der Gesetzentwurf könnte auch Unternehmen betreffen, die zu mehr als 15 Prozent von Firmen aus China, Russland, Iran oder Nordkorea kontrolliert werden.
Bei Mercedes beträgt der Anteil solcher Beteiligungen nahezu 20 Prozent: Die BAIC Group hält 9,98 Prozent, während der chinesische Investor Li Shufu (62) über die „Tenaclou3 Prospect“ weitere 9,69 Prozent besitzt. Allerdings sind im Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens keine Vertreter der chinesischen Großaktionäre vertreten. Auf eine Anfrage von BILD wollte Mercedes zu dem Gesetzentwurf keine Stellung nehmen.
Senatorin äußert Bedenken zu Datensicherheit
Wird der Gesetzentwurf verabschiedet, könnte Mercedes mit erheblichen Auflagen konfrontiert werden. Im schlimmsten Fall könnten betroffene Fahrzeuge vom US-Markt ausgeschlossen werden. Die Senatoren äußern Bedenken, dass moderne Fahrzeuge sensible Daten sammeln und aus der Ferne manipuliert werden könnten. Slotkin bezeichnete Autos aus China als „Überwachungsfahrzeuge“. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu beobachten, wie Chinas Unternehmen im Senegal agieren, was möglicherweise auch Auswirkungen auf die EU-Subventionen haben könnte.
US-Senatorin Elissa Slotkin bei einer Anhörung des Streitkräfteausschusses im Dirksen Senate Office Building in Washington, 30. April 2026
Foto: Getty Images via AFP
Ein weiterer Aspekt, der in diesem Kontext betrachtet werden sollte, ist, wie Republikaner auf den geplanten US-Truppenabzug reagieren, da dies die geopolitische Lage beeinflussen könnte.
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