Der Fußball im Osten Deutschlands ist in Trauer: Harald Mothes, eine der herausragendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des FC Erzgebirge Aue, ist im Alter von 69 Jahren überraschend verstorben. Diese traurige Nachricht wurde am Samstag vom Verein bekannt gegeben.
Mothes zählt zu den einflussreichsten Spielern in der Historie des Vereins und des DDR-Fußballs. In insgesamt 303 Punktspielen für die BSG Wismut Aue erzielte er 103 Tore und belegt damit bis heute den zweiten Platz in der Liste der besten Torschützen des Vereins. Von 1975 bis 1990 trug er das lila-weiße Trikot und gehörte zur „goldenen Generation“, die in den 1980er-Jahren zweimal den Einzug in den Europapokal schaffte, zusammen mit Größen wie Holger Erler, Jürgen Escher, Volker Schmidt und Jörg Weißflog.
Aue trauert um eine Vereinsikone
Doch Mothes war nicht nur ein erfolgreicher Stürmer, sondern auch ein Sympathieträger und Identifikationsfigur für den Verein. Erst im vergangenen Jahr kehrte er von Bayern zurück ins Erzgebirge. Im Rahmen des Festakts zum 80. Jubiläum des Vereins im März 2026 wurde er in die „Elf aller Zeiten“ berufen. Auch nach dieser Ehrung blieb er dem FC Erzgebirge Aue eng verbunden und besuchte nahezu jedes Spiel im Erzgebirgsstadion.
„Der FC Erzgebirge Aue spricht seiner Frau, seiner Familie, allen Freunden und Angehörigen sein herzlichstes Beileid aus. Wir werden den Namen Harald Mothes immer in Ehren halten und dem großen Sportsmann gedenken“, so die Mitteilung des Vereins.
Die Trauer um Mothes wird im gesamten Fußball-Osten spürbar sein, da er nicht nur als Spieler, sondern auch als Mensch viele Herzen berührt hat.
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