Wöllstein (Rheinland-Pfalz) – Am Montagmorgen ereigneten sich dramatische Szenen in der Justizvollzugsanstalt Rohrbach. Gegen 6 Uhr brach in einer Zelle der Frauenabteilung ein Feuer aus, das dichte Rauchschwaden durch die Einrichtung zog, in der sowohl weibliche als auch männliche Gefangene untergebracht sind. Dies führte zu einem Alarm für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte war die Rettung bereits in vollem Gange: Eine Insassin konnte von Justizbeamten rechtzeitig ins Freie gebracht werden, während drei weitere Personen von der Feuerwehr aus dem verqualmten Gebäude gerettet wurden.
Neun Verletzte und Hubschraubereinsatz
Die Bilanz des Brandes ist alarmierend: Insgesamt wurden neun Personen verletzt. Dazu zählen vier Inhaftierte, vier Bedienstete sowie ein Feuerwehrmann, die in Kliniken in Bad Kreuznach und Alzey behandelt werden mussten.
Besonders besorgniserregend ist der Zustand einer weiblichen Häftling, die mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 77“ in die BG Unfall-Klinik Ludwigshafen geflogen wurde, einem Spezialzentrum für Schwerbrandverletzte. Zudem ließen sich vier Mitarbeiter der JVA vorsorglich ärztlich untersuchen.
Feuerwehr im Großeinsatz
Insgesamt waren 45 Feuerwehrkräfte im Einsatz, der gegen 10 Uhr beendet wurde. Die Ursache des Brandes in der Zelle einer Insassin ist bislang unklar. JVA-Leiterin Annabel Franzen äußerte sich dazu:
„Nach bisherigem Stand gehen wir davon aus, dass das Feuer selbst gelegt wurde. Das wird jetzt überprüft.“
Die Auswirkungen des Brandes sind auch außerhalb der Gefängnismauern spürbar: Prozesse am Landgericht Mainz beginnen teilweise später, da Untersuchungshäftlinge aus der JVA Rohrbach nicht rechtzeitig transportiert werden können.
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