Aktuelle Entwicklungen in der Energieversorgung zeigen, dass Speicherbetreiber in Deutschland besorgt über die Gasversorgung im kommenden Winter sind. Insbesondere bei einem kalten Winter, ähnlich dem Jahr 2010, könnte es zu Engpässen kommen, wie der Branchenverband Initiative Energien Speichern (Ines) mitteilt. Energiekrise droht: Brüssel plant gezielte Maßnahmen zur Unterstützung betroffener Länder
Unsicherheiten bei der Gasversorgung
Die Betreiber der Gasspeicher warnen, dass die hohen Gaspreise und die unsicheren Marktbedingungen die Befüllung der Speicher beeinträchtigen. Am 1. Mai 2026 waren die deutschen Gasspeicher nur zu 26 Prozent gefüllt. Dies könnte zu einer kritischen Situation führen, insbesondere in den Monaten Januar, Februar und März 2027, wenn die Temperaturen ähnlich niedrig wie im Jahr 2010 sind.
Wirtschaftliche Anreize fehlen
Obwohl für den 1. November 2026 eine Speicherkapazität von 76 Prozent gebucht wurde, bleibt unklar, ob diese tatsächlich genutzt werden kann. Laut Ines ist Gas für den kommenden Winter derzeit günstiger als für den Sommer, was zu einem Mangel an ökonomischen Anreizen zur Einspeicherung führt.
„Um auch auf einen sehr kalten Winter vorbereitet zu sein, müssen Speicherkapazitäten nicht nur ausreichend gebucht, sondern auch befüllt sein“, erklärte Sebastian Heinermann, Geschäftsführer von Ines.
Potenzielle Gasengpässe
In einem Szenario, das auf den extrem kalten Winter von 2010 zurückblickt, könnte Deutschland im ersten Quartal 2027 mit einem Mangel von bis zu 20 Terawattstunden Gas konfrontiert werden. An einigen Tagen könnte mehr als 35 Prozent des Gasverbrauchs nicht gedeckt werden. Der Verband empfiehlt daher, die Füllstände, Verbräuche und Gasimporte EU-weit zu überwachen und die Infrastruktur für Gas und Wasserstoff weiterzuentwickeln.
Steigender Gasverbrauch
Im Jahr 2025 betrug der Gasverbrauch in Deutschland 910 Terawattstunden, was einem Anstieg von 6,9 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Ein kalter Januar 2026 hat dazu geführt, dass die Speicher schneller geleert wurden, während die hohen Preise aufgrund geopolitischer Spannungen, wie der Sperrung der Straße von Hormus, eine zügige Wiederbefüllung erschweren. Benzinpreise steigen erneut: Tankrabatt bleibt hinter Erwartungen zurück
Fazit
Ines vertritt die Interessen von 17 Mitgliedsunternehmen, die 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazität betreiben. Die aktuelle Situation erfordert eine sorgfältige Beobachtung und gegebenenfalls Maßnahmen zur Sicherstellung der Gasversorgung im Winter 2026/27. Finanzielle Neuregelungen ab Mai 2026: Steuern, Renten und Gehälter im Überblick
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Quellen: t-online, moenchengladbach
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