Hohe Benzinpreise und unklare Ziele: Mehrheit der Amerikaner kritisiert Trumps Iran-Politik
12.05.2026, 06:48 Uhr
Aktuell herrscht weitgehend Waffenruhe im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Dennoch äußern über 60 Prozent der US-Bürger, dass ihnen ein klares Ziel für diesen Krieg fehlt. Die steigenden Spritpreise werden vor allem der Regierung unter Präsident Donald Trump angelastet. Die fragile Waffenruhe zeigt, wie komplex die Situation ist.
Eine Umfrage, die am Montag von der Nachrichtenagentur Reuters in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurde, zeigt, dass zwei Drittel der US-Bürger Trump vorwerfen, die Ziele des Iran-Kriegs nicht eindeutig formuliert zu haben. Rund 63 Prozent der Befragten gaben an, dass die erhöhten Energiekosten ihre finanziellen Mittel erheblich belasten. Diese Situation wird auch in der Energiekrise deutlich, die viele Länder betrifft.
Im Vergleich zu einer Umfrage aus der Mitte des Monats März, in der der Anteil noch bei 55 Prozent lag, ist dies ein deutlicher Anstieg. Der Konflikt, der Ende Februar mit US-israelischen Luftangriffen begann, hat die Benzinpreise in den USA um etwa 50 Prozent steigen lassen.
Aktuelle Zustimmungswerte für Donald Trump
Umfragedaten vom 12.05.2026: Durchschnittlicher Anteil der Befragten in den USA, die der Politik von US-Präsident Donald Trump zustimmen oder diese ablehnen („Job Approval“)
- Zustimmung: 55,7 %
- Ablehnung: 40,5 %
Die Unzufriedenheit über die hohen Benzinpreise könnte sich negativ auf die Republikaner bei den bevorstehenden Kongresswahlen im November auswirken. Laut der Umfrage machen 65 Prozent der Wähler die Regierung für die Preissteigerungen verantwortlich, während 27 Prozent die Schuld den Demokraten zuschreiben.
Obwohl Trumps Zustimmungswerte laut der Umfrage leicht auf 36 Prozent angestiegen sind, nachdem sie Ende April mit 34 Prozent den tiefsten Stand seiner Amtszeit erreicht hatten, liegen sie weiterhin unter den 47 Prozent, mit denen er im Januar 2025 in seine zweite Amtszeit startete.
Bereits Anfang Mai hatte eine Umfrage von anderen Medien ebenfalls schlechte Ergebnisse für Trump ergeben. Damals äußerten 62 Prozent der Befragten, dass sie mit der Arbeit des republikanischen Präsidenten unzufrieden seien. Diese Unbeliebtheit war während seiner gesamten Amtszeit nicht so ausgeprägt. In dieser Umfrage kritisierten die US-Bürger insbesondere Trumps Umgang mit wirtschaftlichen Themen, wobei 76 Prozent der Befragten mit seiner Handhabung der steigenden Lebenshaltungskosten unzufrieden waren. Eine CIA-Analyse zeigt, dass Iran widerstandsfähiger ist, als von der US-Regierung dargestellt.
Die Unzufriedenheit mit der aktuellen politischen Lage und den steigenden Preisen könnte die öffentliche Meinung über Trump weiter belasten, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen.
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Quellen: n-tv, Focus, Der Spiegel