Ab dem heutigen Donnerstag, dem 14. Mai 2026, ist ein Abschnitt der Budapester Straße zwischen der Kreuzung Josephinenstraße und der Brückenrampe zur Ammonstraße nicht mehr befahrbar. Der Verkehr in Richtung Stadtzentrum kann jedoch weiterhin über die Brücke, die die Anlagen der Deutschen Bahn und der Dresdner Verkehrsbetriebe überquert, genutzt werden. Die Zufahrt zur Budapester Straße in Richtung Dresden-Plauen ist jedoch gesperrt, was eine Umleitung des Verkehrs zur Folge hat. Weitere Informationen zu den Änderungen finden Sie in unserem Artikel über Änderungen am Altstadtverkehr.
Die Buslinie 62 der Dresdner Verkehrsbetriebe wird umgeleitet, wodurch die Haltestelle Josephinenstraße in Richtung Plauen nicht mehr angefahren wird. Fahrgäste werden gebeten, die Haltestelle Prager Straße zu nutzen. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es keine Einschränkungen.
Bereits am 8. Mai 2026 wurde mitgeteilt, dass bei den laufenden Untersuchungen der Brücke Schäden festgestellt wurden, die eine Reduzierung des Verkehrs auf jeweils eine Fahrspur pro Richtung erforderlich machten. Zudem wurde eine Tonnagebeschränkung von 7,5 Tonnen eingeführt, um die Belastung des Bauwerks zu verringern. Reise- und Linienbusse sind von dieser Regelung ausgenommen und dürfen die Brücke weiterhin befahren.
Im Rahmen eines kontinuierlichen Monitorings der Brücke wurden zuvor Verdachtsbereiche auf mögliche Schäden identifiziert und genauer untersucht. Dabei wurden gezielte Bauwerksöffnungen vorgenommen und Proben des Spannstahls entnommen. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten, dass der Großteil der Brücke, einschließlich des Abschnitts über die Bahnanlagen der Deutschen Bahn, keine Auffälligkeiten aufwies. Allerdings wurden an zwei Stellen zwischen der Ammonstraße und dem innerstädtischen Brückenende typische Schäden am Spannstahl festgestellt. Um die Brücke für die nächsten zehn Jahre zu erhalten, sind nun dauerhafte Verstärkungsmaßnahmen geplant, die auch in unserem Artikel zu den Instandsetzungsarbeiten am Fußweg der Robert-Berndt-Straße in Leuben thematisiert werden.
Das laufende Monitoring der Schallemissionen wird als sicherheitsrelevante Maßnahme fortgeführt und begleitet alle weiteren Schritte. Die eingeleiteten Maßnahmen entsprechen den gängigen ingenieurtechnischen Verfahren für Bauwerke mit spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl. Sie basieren auf einer vorsorglichen Risikobewertung und dienen der frühzeitigen und dauerhaften Sicherstellung der Standsicherheit sowie der Aufrechterhaltung eines eingeschränkten Verkehrsflusses.
Bereits vor einem Jahr wurde an der Brücke ein umfassendes Monitoringsystem installiert, um den speziellen Anforderungen an die Bauwerksüberwachung gerecht zu werden. Insgesamt erfassen 122 Schallemissionssensoren sowie etwa 850 Meter faseroptische Sensorik mögliche Drahtbrüche und Rissbildungen im Bauwerk. Weitere Entwicklungen, wie die Veränderungen in der Louisenstraße, werden ebenfalls aufmerksam verfolgt.
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Quellen: dresden
Bildquelle: Depositphotos