Gipfeltreffen in Peking: Xi Jinping warnt Trump vor potenziellen Konflikten
Aktualisiert am 14.05.2026 – 12:37 Uhr
In Peking trafen die beiden einflussreichsten Staatsoberhäupter der Welt aufeinander: US-Präsident Donald Trump wurde nach neun Jahren erstmals wieder offiziell in China empfangen. Xi Jinping, Staats- und Parteichef Chinas, begrüßte Trump mit ungewöhnlich herzlichen Worten und forderte eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen.
Xi bezeichnete das Treffen als „historisch“ und betonte die globale Aufmerksamkeit, die auf die Beziehungen zwischen China und den USA gerichtet ist. Er verwies auf die sogenannte „Thukydides-Falle“, die besagt, dass Rivalitäten zwischen aufstrebenden und etablierten Mächten häufig in Konflikten enden.
„Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein. Die Beziehungen zwischen Peking und Washington werden besser sein als je zuvor. Wir haben eine fantastische Zukunft gemeinsam“, sagte Xi.
Allerdings äußerte Xi auch Besorgnis über die Taiwan-Frage. Er warnte, dass eine falsche Handhabung dieses Themas zu Spannungen oder sogar Konflikten zwischen den beiden Ländern führen könnte. Dies könnte die Beziehungen zwischen China und den USA in eine „äußerst gefährliche Lage bringen“, wie er laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in Peking erklärte.
China erhebt Ansprüche auf das demokratisch regierte Taiwan, das seit Jahrzehnten unabhängig ist. Xi betonte, dass die Unabhängigkeit Taiwans und Frieden in der Taiwanstraße unvereinbar seien.
Die taiwanesische Regierung machte Peking für die Spannungen in der Region verantwortlich. Regierungssprecherin Michelle Lee erklärte: „Chinas militärische Drohungen sind die einzige Quelle der Instabilität in der Taiwanstraße und im weiteren Indopazifik.“ Sie betonte die Notwendigkeit, die nationale Verteidigung zu stärken und eine effektive Abschreckung aufrechtzuerhalten.
Trump, der mit einer Delegation von 30 führenden Geschäftsleuten nach China gereist ist, äußerte sich optimistisch über die zukünftigen Beziehungen zwischen Washington und Peking. Er bezeichnete das Treffen als potenziell „einen der bedeutendsten Gipfel der Geschichte“ und lobte Xi als „großartigen Anführer“. Zudem stellte er die Frage, ob Trump vor einer rechtlichen Entscheidung im Iran-Konflikt steht.
„Wir haben die langlebigste direkte Beziehung zwischen zwei Staatsoberhäuptern. Frühere Probleme haben wir oft schnell und direkt am Telefon gelöst“, sagte Trump.
Xi gratulierte den USA zudem vorab zum 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit im Jahr 2026 und bezeichnete das Jahr als möglichen „historischen Wendepunkt“ in den bilateralen Beziehungen.
Die Gespräche zwischen den beiden Staatsoberhäuptern sind von der Hoffnung geprägt, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt möglich ist, trotz der bestehenden Spannungen, insbesondere in Bezug auf Taiwan. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, wie Republikaner auf den geplanten US-Truppenabzug aus Deutschland reagieren.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen zwischen China und den USA mit großer Aufmerksamkeit, da die geopolitischen Spannungen in der Region zunehmen. Ein weiteres Thema, das die Diskussion prägt, ist das schwindende Vertrauen in die USA, was die EU-Bürger dazu bringt, mehr Eigenständigkeit zu fordern.
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Quellen: t-online, WirtschaftsWoche