Eintracht Frankfurt hat die Zusammenarbeit mit Trainer Albert Riera beendet. Der Fußball-Bundesligist und der Spanier trennen sich nur wenige Tage nach dem letzten Saisonspiel. Riera hatte in seiner kurzen Amtszeit sowohl Teile der Mannschaft als auch die Fans gegen sich aufgebracht.
Kurze Amtszeit und enttäuschende Ergebnisse
Albert Riera übernahm im Februar die Verantwortung bei Eintracht Frankfurt, doch bereits nach weniger als vier Monaten ist seine Zeit am Main vorbei. Nach einer enttäuschenden Rückrunde gab der Verein am Sonntagabend die Trennung bekannt. Riera fehlte am Ende der Rückhalt sowohl im Verein als auch im Umfeld der Mannschaft.
Sportvorstand Markus Krösche erklärte:
„Nach intensiven Gesprächen sind wir gemeinsam zu der Entscheidung gekommen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden. Albert Riera hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und sich mit großem Fleiß und hohem Engagement in den Dienst von Eintracht Frankfurt gestellt. Nach einer offenen und ehrlichen Analyse der sportlichen Entwicklung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen möchten.“
Fanproteste und verpasste Ziele
Während des letzten Spiels der Saison, einem 2:2-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart, wurde ein Banner in der Fankurve mit der Aufschrift „Nada de gracias, Alberto“ (Danke für nichts, Alberto) gezeigt. Mit dem achten Platz in der Abschlusstabelle verpasste die Eintracht nicht nur die angestrebte Qualifikation für die Champions League, sondern schloss die Saison auch ohne einen Platz in einem internationalen Wettbewerb ab. In 14 Bundesligaspielen unter Riera konnte die Mannschaft lediglich vier Siege erringen.
Riera übernimmt Verantwortung
Riera selbst äußerte sich zu seiner Entlassung und übernahm die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse:
„Ich übernehme als Trainer die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse, und mein einziger Fokus lag in dieser Zeit darauf, die Mannschaft zu verbessern und erfolgreich zu machen. Ich hatte das Gefühl, den Klub und die Spieler schützen zu müssen, und ich würde jederzeit wieder genauso handeln.“
Er betonte, dass persönliche Interessen für ihn keine Rolle gespielt hätten und er überzeugt war, dass seine Entscheidungen notwendig waren, um den Fokus auf den sportlichen Erfolg zu richten.
Konflikte innerhalb der Mannschaft
Zuletzt sorgte eine Auseinandersetzung zwischen Riera und Stürmer Jonathan Burkardt für Aufsehen. Riera hatte Burkardt wegen angeblich unzureichender körperlicher Werte von einem Co-Trainer kritisieren lassen. Dies führte zu einem Eklat, als Riera einen Journalisten beschimpfte, der über den Vorfall berichtete. Burkardt antwortete daraufhin mit einer beleidigenden Äußerung während eines Spiels, was von Riera mit einer Geldstrafe geahndet wurde. Im letzten Spiel gegen Stuttgart erzielte Burkardt zwei Tore, während die Fans Riera bereits vor dem Anpfiff mit Pfiffen empfingen.
Die Eintracht steht nun vor der Herausforderung, einen neuen Trainer zu finden, der die Mannschaft in der kommenden Saison wieder auf Kurs bringen kann. Chelsea könnte Xabi Alonso als Lösung für die Trainerkrise ins Auge fassen.
In der Zwischenzeit bleibt die sportliche Entwicklung der Mannschaft im Fokus, während die Verantwortlichen die nächsten Schritte planen. Ralph Krueger: Ein Leben mit Parkinson – Herausforderungen und Perspektiven eines Ex-Profis könnten dabei als Inspiration dienen.
Ein weiterer trauriger Vorfall in der Fußballwelt betrifft den FC Barcelona: Vater von Hansi Flick gestorben, was die emotionale Belastung für viele Spieler und Trainer verdeutlicht.
„`
Quellen: n-tv, zdfheute
Bildquelle: depositphotos