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Kiew unter schwerem Beschuss: Russland intensiviert Angriffe auf die Hauptstadt

Russland startet einen massiven Angriff auf Kiew, der mehrere Raketen und Drohnen umfasst. Laut Behörden sind vier Tote und zahlreiche Verletzte zu beklagen, während die Stadtverwaltung von umfangreichen Schäden berichtet.

Kiew unter schwerem Beschuss: Russland intensiviert Angriffe auf die Hauptstadt
KI-generiert

Umfassender Angriff auf Kiew: „Eine der schlimmsten Nächte seit Beginn des Konflikts“

In der Nacht zum Sonntag wurde Kiew Ziel eines massiven Angriffs durch Russland, der sowohl Raketen als auch Drohnen umfasste. Ein vor Ort befindlicher Journalist beschrieb diese Nacht als eine der „absolut schlimmsten“ seit Ausbruch des Konflikts. Vorläufigen Berichten der Behörden zufolge wurden vier Personen getötet und 56 weitere verletzt.

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Mykola Kalaschnyk, der Leiter der Regionalverwaltung von Kiew, bestätigte, dass die Region erneut unter einem intensiven Angriff mit Kampfdrohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen zu leiden hatte. Die Angriffe führten zu zahlreichen Explosionen, die die Nacht erhellten und in der gesamten Stadt zu hören waren. Diese Situation erinnert stark an die massiven Drohnenangriffe auf Kiew, die in den letzten Wochen die Schlagzeilen dominierten.

Schäden und Verletzte in der Hauptstadt

Tymur Tkatschenko, der Leiter der Kiewer Militärverwaltung, berichtete von einem Todesopfer und mindestens 20 Verletzten. Die Angriffe verursachten Brände und Schäden an Wohngebäuden. Insgesamt wurden mehr als 40 Orte in Kiew beschädigt, darunter ein fünfstöckiges Wohnhaus, dessen Fassade einstürzte, sowie der historische Unabhängigkeitsplatz und das Foyer einer U-Bahn-Station. Später wurde der Luftalarm für beendet erklärt.

Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten von anhaltenden Explosionen bis in die Morgenstunden. Viele Menschen suchten in einer Metro-Station im Stadtzentrum Schutz vor den Angriffen. Diese Angriffe sind Teil einer größeren Eskalation, die auch in neuen Entwicklungen im Ukraine-Konflikt sichtbar wird.

Reaktionen der Stadtverwaltung

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, informierte darüber, dass aus allen Stadtbezirken Schäden gemeldet wurden. Im Bezirk Schewtschenkiwsky wurde eine Schule getroffen, was zu einem Brand führte. In einem Geschäftszentrum mussten Menschen aufgrund eines Feuers in einem Schutzraum ausharren.

Das Portal „The Kyiv Independent“ berichtete von einer Reihe von Explosionen in der Hauptstadt, während „Times of Ukraine“ auf Telegram von zahlreichen Bränden, auch in der Nähe des Regierungsviertels, berichtete. Der Journalist Denis Trubetskoy äußerte auf X, dass es sich um eine der schlimmsten Nächte seit Februar 2022 handele. Auch andere Regionen der Ukraine wurden während dieser Angriffe in Mitleidenschaft gezogen, wobei das volle Ausmaß der russischen Offensive und deren Folgen zunächst unklar blieb.

Vorwarnungen und mögliche Hyperschall-Raketen

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Samstagabend gewarnt, dass die ukrainischen Geheimdienste Informationen erhalten hatten, die auf einen bevorstehenden Angriff mit der russischen Hyperschall-Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik hindeuteten. Auch die US-Botschaft in Kiew warnte vor einem möglichen bedeutenden Luftangriff innerhalb der nächsten 24 Stunden.

Die Oreschnik-Rakete, die atomwaffenfähig ist, kann Geschwindigkeiten von über 12.000 Kilometern pro Stunde erreichen und Ziele in einem Abstand von 3.000 bis 5.500 Kilometern treffen. Laut Präsident Wladimir Putin sei es für moderne Luftabwehrsysteme „unmöglich“, diese Rakete abzufangen. Bisher wurde die Rakete zweimal gegen Ziele in der Ukraine eingesetzt, einmal ohne Sprengköpfe in Dnipro und zuletzt im Januar in der Westukraine. Im August 2022 wurde die Serienproduktion der Oreschnik-Raketen angekündigt, und im Dezember wurde sie in Belarus stationiert.

Vergeltungsdrohungen nach ukrainischem Angriff

Putin hatte zuvor mit Vergeltung gedroht, nachdem ein ukrainischer Drohnenangriff auf die russisch besetzte Region Luhansk stattfand. Bei diesem Angriff wurden nach russischen Angaben eine Fachhochschule und ein Studentenwohnheim in Starobilsk getroffen, was zu mindestens 18 Todesopfern und 42 Verletzten führte. Das russische Außenministerium kündigte eine „unausweichliche und harte Bestrafung“ für die Verantwortlichen an.

Die ukrainische Regierung wies die Vorwürfe zurück und erklärte, dass der Angriff auf eine Drohneneinheit der russischen Armee abzielte. Russland führt seit mehr als vier Jahren Luftangriffe auf die Ukraine durch, während die Ukraine mit Gegenangriffen auf russisches Staatsgebiet reagiert, insbesondere auf Ziele der Öl- und Energieinfrastruktur. Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe sind derzeit ins Stocken geraten. In diesem Kontext ist auch der Waldbrand in Tschernobyl von Bedeutung, der durch einen Drohnenabsturz ausgelöst wurde.


Quellen: t-online, zdfheute

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Bildquelle: KI generiert

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