Am Dienstag, dem 26. Mai 2026, haben die vier beauftragten Planungsbüros ihre Entwürfe für den Neubau der Carolabrücke eingereicht und dem Begleitgremium vorgestellt. Dieser Schritt markiert den Fortschritt im Planungsprozess für den Ersatzneubau.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert betonte, dass Dresden die Elbquerung schnell und in einer attraktiven Form wiederherstellen möchte. Um dies zu erreichen, wurden vier Planungsbüros parallel beauftragt, um die beste Lösung für diesen wichtigen Standort in der Altstadt zu finden. Hilbert lädt die Bürger ein, am 13. Juni zum Offenen Rathaus im Stadtforum zu kommen, wo die Entwürfe öffentlich präsentiert werden und eine Diskussion in der Stadtgesellschaft beginnt. Weitere Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der Neustadt finden Sie in unserem Artikel über die Louisenstraße im Wandel.
Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften, erklärte, dass die Entwürfe von den Bürgern, Mitgliedern des Stadtrates, dem Begleitgremium und Fachleuten intensiv diskutiert werden. Die umfangreichen Beteiligungsmöglichkeiten sollen sicherstellen, dass die Gestaltung des Neubaus von der Stadtgesellschaft breit getragen wird.
In den letzten sechs Monaten arbeiteten die Planungsbüros unter hohem Zeitdruck an ihren Entwürfen, die auf der Aufgabenstellung des Stadtrates basieren. Diese legte die wesentlichen Anforderungen und Rahmenbedingungen für die neue Brücke fest.
Zu jedem Entwurf wurden drei Visualisierungen eingereicht, die verschiedene Perspektiven und Gestaltungsansätze zeigen. Diese ersten Ansichten verdeutlichen die unterschiedlichen Konzepte für die neue Carolabrücke. Ab dem 26. Mai 2026, 16 Uhr, sind die Visualisierungen unter www.dresden.de/carolabruecke einsehbar.
Entwürfe der Planungsbüros
FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft erläuterten, dass ihr Entwurf der Carolabrücke 3.0 eine Neuinterpretation der charakteristischen Bögen der historischen Carolabrücke 1.0 darstellt. Diese wird mit der konstruktiven Leichtigkeit der Carolabrücke 2.0 kombiniert. Der Entwurf zielt darauf ab, eine zeitgemäße und elegante Brücke zu schaffen, die traditionelle Brückenbaukunst mit moderner Ingenieurskunst verbindet. Die Bögen sollen der Brücke eine besondere Eleganz verleihen und sie in die Familie der Dresdner Elbbrücken einfügen.
Das Ingenieurbüro GRASSL GmbH beschreibt die neue Carolabrücke als zeitgenössischen Beitrag zur Dresdner Brückenfamilie. Der Entwurf ist zurückhaltend in der Silhouette und präzise gegliedert, wobei die Bogenbrücke als stadtbildprägende Grundfigur dient. Offene „Brückenaugen“ über den Pfeilern schaffen Transparenz und ermöglichen Sichtbeziehungen zwischen Stadt und Landschaft.
Die Ingenieurgesellschaft Schüßler-Plan und DKFS betonen, dass ihre Entwurfslösung einen eleganten städtebaulichen Baustein im Elbtal darstellt. Die Brücke wird als integraler Bestandteil des öffentlichen Raums verstanden und soll neue öffentliche Räume mit eindrucksvollen Perspektiven auf die Altstadt und die Elbe schaffen.
Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG sowie Knight Architects heben hervor, dass ihr Entwurf die Formensprache der historischen Königin-Carolabrücke mit der Transparenz der Carolabrücke 2.0 kombiniert. Die neue Brücke respektiert die Silhouette der Altstadt und verbessert bestehende Blickbeziehungen.
Zusätzlich haben die Planungsbüros ihre Entwürfe in kurzen Videos vorgestellt, die ab dem 27. Mai 2026 online unter www.dresden.de/carolabruecke verfügbar sind.
Die Sitzung des Begleitgremiums diente zunächst der Vorstellung der Entwürfe, ohne dass eine Diskussion oder Bewertung stattfand. Zukünftig werden die Fachämter der Landeshauptstadt Dresden die Entwürfe fachlich prüfen.
Am 5. Juni 2026 tagt ein Fachexperten-Gremium, das aus externen Fachleuten besteht. Dessen Hinweise und Empfehlungen werden eine wichtige Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit den Vorschlägen bilden. Auch der neue Sport- und Freizeitbereich am Straßburger Platz wird in diesem Zusammenhang thematisiert.
Ab dem 13. Juni 2026 wird im Rahmen des „Offenen Rathauses“ eine öffentliche Ausstellung der Entwürfe im Stadtforum stattfinden. Die Ausstellung zeigt Visualisierungen und Modelle der vier Entwürfe und ist bis zum 17. Juli 2026 von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 18 Uhr zugänglich.
Zusätzliche Informationen
Weitere Informationen sind unter www.dresden.de/carolabruecke verfügbar. Zudem sind aktualisierte Wanderkarten an Haltestellen der Dresdner Verkehrsbetriebe erhältlich.
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Quellen: dresden
Bildquelle: Depositphotos