Am Montag, dem 1. Juni 2026, um 15 Uhr, wird der neue Orchesterspielplatz an der Amely-Bölte-Straße im Rahmen des Kindertages feierlich eröffnet. Anwohner und interessierte Bürger aus Dresden sind herzlich eingeladen, an dieser musikalischen Einweihung teilzunehmen.
Neuer Spielplatz in zentraler Lage
Der neue öffentliche Spielplatz, der sich zwischen der Könneritzstraße und der Schützengasse befindet, dient als zentraler Treffpunkt für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren in der Wilsdruffer Vorstadt. Die Nähe zur Hochschule für Musik Carl Maria von Weber inspirierte die Planer, die 480 Quadratmeter große Fläche als Orchesterspielplatz zu gestalten. Dies erinnert an den neuen Sport- und Freizeitbereich am Straßburger Platz, der ebenfalls eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft spielt.
Besondere Spielgeräte und Gestaltungselemente
Ein herausragendes Element des Spielplatzes ist ein Spielhaus, das die Form eines Konzertflügels annimmt. Dieses individuell gestaltete Spielgerät wurde im Rahmen eines Wettbewerbs entwickelt und im weiteren Planungsprozess optimiert. Die Gestaltung vereint den musikalischen Charakter des Areals mit einem hohen spielpädagogischen Anspruch. Das vielseitige Spielgerät fördert sowohl motorische Fähigkeiten als auch kreative und geistige Entwicklungsprozesse.
Vielfältige Spielmöglichkeiten
Zusätzlich zu dem Spielhaus umfasst der Spielplatz eine Rutsche, verschiedene Kletterelemente, versteckte Rückzugsorte sowie mehrere Spielstationen, die das Thema Musik aufgreifen und für Kinder erlebbar machen. Die Spielhütte bietet Raum für Entdeckungen, Rollenspiele und erste musikalische Erfahrungen. Ein besonderes Detail ist das Notenbild im Dach der Spielhütte, das auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint und dazu anregen soll, den Ort genauer zu erkunden. Ähnlich wie bei den aktualisierten Wanderkarten an Haltestellen der Dresdner Verkehrsbetriebe, die ebenfalls zur Erkundung einladen.
Gestaltung des Außenbereichs
Die Anlage wird durch geschwungene Linien, die an Notenlinien erinnern, strukturiert und führt zu einer zentralen Fläche mit einer Tischtennisplatte. Zwei Sitzskulpturen, die das musikalische Symbol einer „Viertelpause“ aufgreifen, wurden ebenfalls integriert. Unter den Bäumen befinden sich kleine Sitznischen mit Tischen, die zum Arbeiten, Ausruhen oder für Gespräche im Freien einladen. Ein öffentlicher Grillplatz ergänzt das Angebot. Die Grünflächen sind mit pflegeleichten Stauden und Gräsern gestaltet, um ein harmonisches Umfeld zu schaffen. Am Eingang der Anlage wurde eine Stele mit Informationen zur Geschichte und Gestaltung des Spielplatzes aufgestellt.
Umfangreiche Bepflanzung
In der rund 280 Quadratmeter großen Grünfläche wurden 48 früchtetragende Wildgehölze und Blühsträucher sowie 1.631 bienenfreundliche Stauden und Gräser gepflanzt. Zudem wurden drei Bäume hinzugefügt.
Beteiligung der Anwohner
Um die Bedürfnisse der zukünftigen jungen Nutzer zu berücksichtigen, fanden vor der Planung zwei Beteiligungswochen an der 153. und der 48. Grundschule sowie eine Bürgerinformation im benachbarten Umweltzentrum statt. Dies zeigt, wie wichtig die Meinungen der Anwohner sind, ähnlich wie bei der Neustadt: Louisenstraße im Wandel, wo die Testphase ebenfalls vorbereitet wird.
Planung und Finanzierung
Die Planung des Spielplatzes wurde vom Planungsbüro May durchgeführt. Die Umsetzung oblag der DTM Landschaftsbau GmbH Sachsen sowie dem Spielgerätehersteller Naturholz Kästner GmbH. Der Grunderwerb und das Projekt wurden im Rahmen des Förderprogramms der Städtebauförderung „Wachstum und nachhaltige Erneuerung / WEP – Dresden Westlicher Innenstadtrand (WIR)“ sowie durch Mittel der Landeshauptstadt Dresden finanziert. Die Gesamtkosten für die Maßnahme beliefen sich auf etwa 515.550 Euro, wovon 343.700 Euro aus Fördermitteln stammen.
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Quellen: dresden
Bildquelle: Depositphotos