Drohnenangriff in Rumänien: Explosion in Wohnhaus verletzt zwei Personen
29.05.2026, 04:50 Uhr
In der rumänischen Stadt Galati, nahe der Grenze zur Ukraine, kam es zu einem Vorfall, bei dem eine mit Sprengstoff beladene russische Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt. Die Drohne traf am frühen Morgen ein Apartment im zehnten Stock und löste ein Feuer aus, wie die rumänische Katastrophenschutzbehörde über soziale Medien mitteilte. Die gesamte Sprengladung detonierte, was zu einem schnellen Einsatz der Feuerwehr führte. Rund 70 Menschen konnten aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht werden.
Das Verteidigungsministerium in Bukarest gab an, dass Russland in der Nacht erneut zivile Ziele in der Nähe der Grenze zur Ukraine mit Drohnen angegriffen habe. Eine dieser Drohnen sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und über dem Hochhaus in Galati abgestürzt. Um 01:19 Uhr starteten zwei F-16-Kampfflugzeuge vom Militärstützpunkt Fetesti, unterstützt von einem Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe. Die Situation wurde als dynamisch beschrieben.
Ermittlungen und weitere Vorfälle
Das Innenministerium Rumäniens erklärte, dass zunächst keine weiteren Drohnen gesichtet wurden. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam wurde zum Einsatzort entsandt. Galati liegt an der Donau, nur wenige Kilometer von den Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine entfernt. In den frühen Morgenstunden wurden zudem Drohnenangriffe auf das Gebiet um den ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa gemeldet, das etwa 90 Kilometer von Galati entfernt ist. Eine der Drohnen hatte sich in Stromleitungen verfangen, was die Stromversorgung in fünf Dörfern vorübergehend unterbrach.
Zusätzlich wurde am späten Donnerstagabend eine Drohne ohne Sprengladung im Nordwesten Rumäniens entdeckt. Das Gebiet um die Ortschaft Basesti im Kreis Maramures wurde daraufhin gesichert. Die Herkunft des etwa drei Meter großen Fluggeräts wird derzeit untersucht. Diese Vorfälle verdeutlichen die anhaltenden Spannungen in der Region und die Gefahren, die von militärischen Aktivitäten in der Nähe der NATO-Grenzen ausgehen. Die Situation erinnert an die besorgniserregenden Entwicklungen in Tschernobyl, wo Drohnen ebenfalls eine Rolle spielten.
Ein weiterer Aspekt der aktuellen Lage ist die Frage, welche neuen Entwicklungen den Ukraine-Konflikt im April prägten.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: depositphotos