Die Zollpolitik der USA steht erneut im Fokus, da die Regierung unter Präsident Donald Trump neue Maßnahmen in Erwägung zieht. Diese betreffen insgesamt 60 Volkswirtschaften, die beschuldigt werden, nicht ausreichend gegen Importe von Produkten vorzugehen, die unter mutmaßlicher Zwangsarbeit hergestellt wurden.
Neue Zölle zwischen 10 und 12,5 Prozent
Nach Angaben des US-Handelsbeauftragten müssen Länder wie die Europäische Union, Großbritannien, die Schweiz sowie zahlreiche Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika, einschließlich Kanada und China, mit zusätzlichen Zöllen rechnen. Diese sollen zwischen 10 und 12,5 Prozent liegen. Der Handelsbeauftragte Jamieson Greer äußerte sich dazu und betonte:
„Es ist inakzeptabel, dass unsere wichtigsten Handelspartner nichts gegen die Einfuhr von Waren unternehmen, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden. Dies führt dazu, dass US-amerikanische Arbeitnehmer gezwungen sind, weltweit unter ungleichen Wettbewerbsbedingungen zu konkurrieren. Wir werden diese Ungleichheit nicht länger hinnehmen.“
Hintergrund der Zollmaßnahmen
Die neuen Zölle basieren auf einer Untersuchung, die am 12. März eingeleitet wurde. Diese Untersuchung befasste sich mit dem Versäumnis verschiedener Volkswirtschaften, ein wirksames Einfuhrverbot für Waren zu erlassen, die unter Zwangsarbeit hergestellt wurden. Die Zölle werden jedoch nicht sofort in Kraft treten. Stattdessen haben betroffene Länder bis zum 6. Juli die Möglichkeit, Einwände zu erheben. Eine Anhörung ist für den 7. Juli angesetzt.
Rechtliche Auseinandersetzungen um Trumps Zollpolitik
Im Rahmen der rechtlichen Auseinandersetzungen um die umstrittene Zollpolitik konnte Trump Mitte Mai einen Teilsieg verbuchen. Ein Berufungsgericht setzte die Entscheidung einer unteren Instanz vorläufig aus, die Trumps temporäre Zölle auf weltweite Einfuhren als rechtswidrig eingestuft hatte. Somit sind Importeure weiterhin verpflichtet, die Abgaben in Höhe von 10 Prozent zu zahlen. Wie reagieren Republikaner auf den geplanten US-Truppenabzug aus Deutschland?
Die Situation bleibt angespannt, da die US-Regierung weiterhin Druck auf ihre Handelspartner ausübt, um die Einhaltung von Arbeitsstandards und die Bekämpfung von Zwangsarbeit zu gewährleisten. Steht Donald Trump vor einer rechtlichen Entscheidung im Iran-Konflikt? Zudem sind die Gespräche zwischen den USA und China über Handelsfragen von großer Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf die Taiwan-Frage, wie Xi Jinping und Donald Trump: Spannende Gespräche in Peking über die Taiwan-Frage zeigen.
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Quellen: n-tv