Ukraine trifft russisches Kriegsschiff: Kreml kündigt Reaktion an
03.06.2026, 14:28 Uhr
Im Laufe des Tages verzeichnete die Ukraine mehrere Angriffe auf Einrichtungen des russischen Militärs und des Energiesektors. Der Kreml nutzt diese Angriffe als Rechtfertigung für die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine.
Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurde bei einem Angriff auf Kronstadt ein Schiff der russischen Ostsee-Flotte getroffen. Der Beschuss habe an Bord der Korvette „Boikij“ einen Großbrand ausgelöst, wie das ukrainische Militär über Telegram mitteilte. In der militärischen Einrichtung auf einer Insel in der Nähe von St. Petersburg sind Teile der russischen Ostsee-Flotte sowie bedeutende Schiffsbau- und Reparaturanlagen stationiert.
Vor diesem Angriff berichtete Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass ukrainische Streitkräfte ein Ölterminal in St. Petersburg angegriffen hätten. Der örtliche Gouverneur gab an, dass Teile der Infrastruktur in mehreren Stadtbezirken beschädigt wurden und es mehrere Verletzte gab. Ein unbestätigtes Video, das in sozialen Medien verbreitet wird, zeigt Anwohner, die ukrainische Drohnen filmen, die über Teile der Stadt fliegen, während im Hintergrund Brände am Treibstoffexportterminal zu sehen sind. Massive Drohnenangriffe auf Kiew verdeutlichen die Intensivierung der Offensive gegen die Ukraine.
Angriffe auf weitere Ziele
Zusätzlich wurde eine Rüstungsfabrik in der russischen Region Tambow beschossen, die südlich von Moskau liegt. Laut russischen Angaben wurden Ziele in der Stadt Mitschurinsk getroffen, darunter Nebengebäude eines Industriebetriebs, ein Wohnhaus und eine Bibliothek. Der Gouverneur der Region Tambow, Jewgeni Perwyschow, berichtete, dass es keine Verletzten gab.
Der Kreml nutzt den ukrainischen Drohnenangriff auf St. Petersburg, um vor einem internationalen Wirtschaftsforum in der Stadt die Fortsetzung des Krieges zu rechtfertigen.
„Allgemein kann ich sagen, dass wir die militärische Spezialoperation auch deswegen fortführen, damit es solche Schläge nicht gibt“,
sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen.
Internationale Reaktionen und Wirtschaftsforum
In St. Petersburg beginnt ein internationales Wirtschaftsforum, das von Präsident Wladimir Putin als „russisches Davos“ bezeichnet wird. Dort werden westliche Unternehmer und Wirtschaftsvertreter erwartet. Aus Deutschland reisen auch zwei Bundestagsabgeordnete der AfD, Markus Frohnmaier und Steffen Kotré, nach St. Petersburg. Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion erklärte, dass es sinnvoll sei, Kontakte mit allen Seiten zu pflegen und Gesprächskanäle offen zu halten.
Kremls Reaktion auf die Angriffe
Ein direkter Vergeltungsschlag liege jedoch im Verantwortungsbereich des Verteidigungsministeriums, was Peskow dazu veranlasste, der Frage nach einer Reaktion auf die Angriffe auszuweichen.
„Ich möchte Sie an die Erklärung des Außenministeriums erinnern, in der es heißt, dass unsere Reaktionen systematisch sein werden, und das sind sie auch schon“,
so der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau. Russisches Kriegsschiff „Severomorsk“ vor Fehmarn zeigt, wie die Nato reagiert.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen empfehle ich, einen Blick auf die neuesten Entwicklungen im Ukraine-Konflikt zu werfen.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: depositphotos