Am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, wurden zwei mobile Trinkwasserbrunnen mit Vernebelungsfunktion in der Innenstadt an der Seestraße sowie am Jorge-Gomondai-Platz in der Neustadt installiert. Diese Maßnahme ist Teil eines Pilotprojekts, das von der Stadtverwaltung initiiert wurde, um zu prüfen, wie solche Anlagen in stark bebauten Stadtgebieten die Aufenthaltsqualität an heißen Tagen verbessern können.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen betonte die Bedeutung des Zugangs zu kostenlosem Trinkwasser für Menschen und Tiere an heißen Tagen. Sie sieht das Projekt als einen weiteren Schritt in Richtung einer klimaresilienten Stadt und lädt die Dresdner Bevölkerung sowie Besucher ein, ihre Erfahrungen mit den mobilen Trinkwasserbrunnen zu teilen. Jähnigen dankte den Stadtbezirken für ihre Unterstützung und hob die Initiative des Stadtbezirksbeirats Neustadt hervor. In diesem Zusammenhang ist auch der neue Sport- und Freizeitbereich am Straßburger Platz von Bedeutung.
Die mobilen Trinkwasserbrunnen sind barrierefrei und verfügen über eine sensorische Berührungstechnik. Zudem sind sie mit einer bodennahen Wassertränke für Hunde ausgestattet. André Barth, Stadtbezirksamtsleiter für Altstadt und Neustadt, wies auf die Herausforderungen hin, die durch anhaltende Hitze in urbanen Gebieten entstehen. Er sieht in dem Pilotprojekt eine Möglichkeit, gesundheitliche Risiken durch hohe Temperaturen zu verringern. Die Technische Universität Dresden begleitet das Projekt wissenschaftlich, und eine begleitende Befragung der Bevölkerung soll Erkenntnisse zur Effektivität der Brunnen liefern. Hierbei könnten auch die aktualisierten Wanderkarten an Haltestellen der Dresdner Verkehrsbetriebe hilfreich sein.
Die SachsenEnergie ist als Kooperationspartner an dem Testbetrieb beteiligt. Dr. Thomas Käseberg, Bereichsleiter Wasser bei SachsenEnergie, betonte die Bedeutung eines einfachen Zugangs zu frischem Trinkwasser, insbesondere an heißen Tagen. Die Brunnen bieten nicht nur Trinkwasser, sondern auch eine Vernebelungsfunktion, die für zusätzliche Erfrischung sorgt. Die Wasserqualität wird regelmäßig in einem akkreditierten Labor überprüft, um eine sichere Nutzung zu gewährleisten. Käseberg dankte den verschiedenen Akteuren, die zur Realisierung des Projekts beigetragen haben.
Die Brunnen wurden bereits am 29. Mai aufgestellt, und die Wasserhygiene wurde anschließend überprüft. Um die Wasserqualität zu garantieren, werden die Leitungen regelmäßig automatisch gespült, unabhängig von der Nutzung oder den Wetterbedingungen. Der Testbetrieb wird durch finanzielle Mittel der Stadtbezirke Alt- und Neustadt sowie durch das EU-Projekt Time2Adapt und die SachsenEnergie unterstützt. Auch die Entwicklungen in der Louisenstraße in der Neustadt sind in diesem Kontext von Interesse.
Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre Erfahrungen mit den mobilen Trinkwasserbrunnen im Rahmen einer Online-Befragung zu teilen.
Weitere Informationen sind auf der Webseite der Stadt Dresden verfügbar.
„`
Quellen: dresden
Bildquelle: KI generiert