Erster Fall seit 1966: Bedrohung für die US-Viehwirtschaft
Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege breitet sich über den amerikanischen Kontinent aus. In Texas wurde nun der erste Fall seit 1966 bei einem Kalb in der Stadt La Pryor festgestellt, wie das Agrarministerium am Mittwochabend bestätigte.
Diese Schmeißfliegen-Art ist für Viehzüchter in den USA alarmierend, da die Larven des Parasiten sich in offenen Wunden von Warmblütern einnisten und das Gewebe der lebenden Wirte fressen. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurde eine Sperrzone von 20 Kilometern eingerichtet.
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Die Sorge über die Krankheit hat auch Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Die Terminkontrakte für Mastrinder an der Chicagoer Börse fielen, ebenso die Aktien großer Fleischverarbeiter wie Tyson Foods und JBS. Diese Entwicklungen könnten auch in Zusammenhang mit finanziellen Neuregelungen stehen, die ab Mai 2026 in Kraft treten.
Reaktionen der US-Behörden auf den Nachweis der Schraubenwurmfliege
Der Ausbruch stellt eine Bedrohung für die US-Rinderbestände dar, die sich bereits auf dem niedrigsten Stand seit 75 Jahren befinden. Experten schätzen, dass die texanische Viehwirtschaft wirtschaftliche Schäden von bis zu 1,8 Milliarden Dollar erleiden könnte. Diese Situation erinnert an Berichte über Wespen und Bienen, die ebenfalls gesundheitliche Risiken darstellen können.
US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins kündigte an, dass das Aussetzen steriler Fliegen die effektivste Methode zur Bekämpfung des Parasiten sei. Diese Strategie hatte bereits in den 1960er Jahren zur Ausrottung des Schädlings in den USA beigetragen.
Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege breitet sich seit dem vergangenen Jahr von Mittelamerika über Mexiko nach Norden aus. In Mexiko wurden seit November 2024 mehr als 27.000 Fälle registriert, was dazu führte, dass die US-Regierung die Grenze für Viehimporte aus dem Nachbarland seit über einem Jahr geschlossen hält.
Experten betonen, dass für Menschen nur ein geringes Risiko besteht. Eine Infektion bei Tieren kann zwar behandelt werden, jedoch ist der Prozess langwierig und kostspielig, da Hunderte Larven entfernt und die Wunden desinfiziert werden müssen. Reisende sollten sich auch über Dengue-Fieber informieren, wenn sie in betroffene Regionen reisen.
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Quellen: t-online
Bildquelle: depositphotos