Im Umfeld des Estadio Akron, wo im Sommer 2026 vier Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden sollen, wurden 456 Tüten mit menschlichen Überresten entdeckt. Diese alarmierenden Funde werfen einen Schatten auf das bevorstehende Sportereignis und verdeutlichen die besorgniserregende Sicherheitslage in der Region Jalisco.
Gewalt und Vermisstenkrise in Jalisco
Die FIFA plant ein großes Fußballfest für die WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird. Doch in Mexiko sind die Vorzeichen alles andere als positiv. Die Region Jalisco, bekannt für ihre hohe Kriminalitätsrate und Drogengewalt, ist von einer anhaltenden Vermisstenkrise betroffen. Die Gruppe „Guerreros Buscadores“ (Suchende Krieger) ist aktiv auf der Suche nach vermissten Personen und hat in den letzten Jahren immer wieder Leichenteile und Überreste ausgegraben. Entdecke die acht neuen Fußball-Regeln für die WM 2026!
Funde in der Nähe des WM-Stadions
In Tlajomulco, einem Ort in der Nähe von Guadalajara, haben die Mitglieder des Suchtrupps die Überreste eines 13-Jährigen entdeckt, der seit zwei Jahren vermisst wurde. Diese Entdeckungen geschehen in unmittelbarer Nähe des Estadio Akron, was die Situation noch dramatischer macht. Indira Navarro, die Gründerin der Guerreros Buscadores, äußerte sich wütend über die Untätigkeit der Staatsanwaltschaft:
„Statt dass die Staatsanwaltschaft ermittelt, finden oft wir die Beweise.“
Staatliche Vertuschung und öffentliche Wahrnehmung
Navarro kritisierte zudem, dass der Staat versuche, die Realität zu beschönigen, während die WM näher rückt.
„Jetzt kommt die WM, und sie wollen die Funde der geheimen Massengräber rund um das Stadion herunterspielen – dabei sind wir hier nicht einmal einen Kilometer davon entfernt.“
In den Städten hängen zahlreiche Plakate mit Fotos von Vermissten, die jedoch teilweise übermalt werden, um einen „sauberen“ Eindruck zu hinterlassen. Lupita Gutiérrez Avilo, ebenfalls Mitglied eines Suchtrupps, berichtete:
„Die Mauern sollen sauber sein, damit niemand einen schlechten Eindruck bekommt.“
Die Realität in Jalisco
Trotz der widrigen Umstände geben die Suchenden nicht auf. Gutiérrez Avilo betonte:
„Wir müssen laut bleiben. Die Menschen sollen wissen: Jalisco ist ein riesiges Massengrab, Hunderte Familien sind zerbrochen und in unseren Häusern bleiben viele Stühle leer.“
Die Entdeckungen von menschlichen Überresten in der Region verdeutlichen die tiefgreifenden sozialen und sicherheitspolitischen Probleme, die das Land plagen, und werfen einen Schatten auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft. Kimmich: Verantwortung für politische Themen liegt bei Verbänden und Politik und Übergriff auf Mallorca: Urlauberin nach Party in Gefahr geraten.
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Quellen: t-online
Bildquelle: Von HugoGN12 – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=121797861