Mit dem bevorstehenden WM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft in Houston (Texas) am 14. Juni gegen Curacao sind die Sicherheitsbehörden in höchster Alarmbereitschaft. Trotz umfangreicher Investitionen in Schutzmaßnahmen bleibt die Anspannung jedoch groß, insbesondere aufgrund der wachsenden Sorge über mögliche Drohnenangriffe.
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen und Druck auf die Behörden
US-Präsident Donald Trump hat den WM-Fans versichert, dass die Veranstaltung das „sicherste Sportereignis in der Geschichte der USA“ sein wird. Diese Aussage hat den Druck auf die Sicherheitskräfte erheblich erhöht. Jeder Mitarbeiter, vom FBI-Chef bis hin zu den Streifenpolizisten, ist sich der Verantwortung bewusst, dass alles reibungslos ablaufen muss. Spannende Gespräche in Peking über die Taiwan-Frage könnten auch Einfluss auf die internationale Sicherheitslage haben.
Umfassende Schutzkonzepte seit zwei Jahren in Arbeit
Die zuständigen Stellen haben seit fast zwei Jahren an umfassenden Schutzkonzepten für die Austragungsorte der WM-Spiele gearbeitet. Dabei werden alle möglichen Risiken analysiert und entsprechende Gegenmaßnahmen vorbereitet. Dies gilt auch für Houston, wo die Sicherheitsvorkehrungen besonders ausgeprägt sind.
Besondere Furcht vor Drohnenangriffen
Die Sicherheitsbehörden in Houston zeigen sich besonders besorgt über die Möglichkeit von Drohnenangriffen. Bereits am internationalen Flughafen der Stadt geraten ausländische Fans ins Visier der Grenzbehörden. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 haben die USA ihre Kontrollen an Flughäfen kontinuierlich verschärft.
Strenge Kontrollen am Stadion und in der Fan-Zone
Am „NRG Stadium“, wo insgesamt sieben WM-Spiele stattfinden werden, sind die Sicherheitsvorkehrungen deutlich sichtbar. Ein 2,40 Meter hoher Zaun aus starkem Maschendraht umgibt das Stadion, und massive Betonpoller wurden an verschiedenen Zugängen installiert. Die Kontrollen sind streng, und Polizisten sowie Sicherheitskräfte überwachen jeden, der das Gelände betritt oder verlässt.
„Wir wollen Bedrohungen identifizieren und abwehren, bevor sie einen Veranstaltungsort erreichen“, erklärte Jason Hudson, Spezialagent des FBI Houston.
Technologische Investitionen zur Drohnenerkennung
Houston hat mehrere Millionen Dollar in Technologien investiert, um unbefugte Drohnen während der WM zu erkennen und gegebenenfalls zu übernehmen. Zudem hat die Stadt Maßnahmen gegen mögliche Cyberangriffe ergriffen. Insgesamt erhielt Houston für die Sicherheitsvorkehrungen während der WM Bundeszuschüsse in Höhe von 64,7 Millionen Dollar (56 Millionen Euro). Gezielte Maßnahmen zur Unterstützung betroffener Länder könnten ebenfalls von Bedeutung sein.
Kommandozentrale des FBI als Herzstück der Sicherheitsmaßnahmen
Das Herzstück des Sicherheitskonzepts ist die Kommandozentrale im Hauptquartier des Federal Bureau of Investigation (FBI) in Houston. Hier arbeiten Bundes-, Landes- und lokale Behörden eng zusammen, um Informationen über potenzielle Gefahren in Echtzeit zu sammeln und auszutauschen.
Zusammenarbeit der Behörden für maximale Sicherheit
Die Sicherheitslage wird als äußerst ernst genommen. Jason Hudson betonte, dass die Behörden „alles in unserer Macht Stehende tun werden, um jeden zu stoppen, der eine Gewalttat begehen will – sei es ein Einzeltäter oder eine ausländische Terrororganisation“. Chris Canetti, Präsident des WM-Organisationskomitees von Houston, bestätigte, dass die Sicherheit „oberste Priorität“ habe. „Wenn wir keine sichere Veranstaltung haben, ist alles andere egal“, so Canetti. Die Verantwortung für politische Themen liegt bei Verbänden und Politik.
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Quellen: Focus
Bildquelle: juan mendez auf Pexels