Abdullah Ibrahim, der gefeierte Jazzpianist und Komponist, ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Als herausragende Figur in der südafrikanischen Musikszene prägte er die Kultur und gilt als Schöpfer der Hymne der Anti-Apartheitsbewegung. Seine musikalische Laufbahn erstreckte sich über mehr als sieben Jahrzehnte. Ursprünglich bekannt als Dollar Brand, konvertierte er später zum Islam und nahm den Namen Abdullah Ibrahim an. Seine Kompositionen sind berühmt für ihren unverwechselbaren Klang und ihre zeitlose Qualität.
Ein besonders bedeutendes Werk ist „Mannenberg“, das im Jahr 1974 entstand und heute als Hymne der südafrikanischen Freiheitsbewegung gilt. Ibrahim spielte zudem 1994 bei der Amtseinführung von Nelson Mandela. Sein letzter öffentlicher Auftritt fand im März 2023 beim Cape Town International Jazz Festival statt. Zuletzt lebte er in Bayern, wo er auch beigesetzt werden wird.
Die traurige Nachricht von seinem Tod wurde von Präsident Cyril Ramaphosa bekannt gegeben, der sich auf Informationen aus seiner Familie stützte. Ibrahim sei nach einer kurzen Krankheit im Kreise seiner engsten Angehörigen friedlich eingeschlafen. Ramaphosa ehrte Ibrahim als Jazz-Ikone und kulturellen Aktivisten, der sich zeitlebens gegen Rassismus und Apartheid eingesetzt hat.
Während seiner Karriere trat Ibrahim unter anderem mit der NDR Bigband auf und begeisterte sein Publikum durch innovative Konzerte. Sein musikalisches Schaffen sowie sein unermüdlicher Einsatz für eine gerechtere Welt hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Für seine Verdienste um die Kultur und Gesellschaft erhielt er 2009 den südafrikanischen Ikhamanga-Orden in Silber.
Abdullah Ibrahim wird als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Jazz in Südafrika und darüber hinaus in Erinnerung bleiben. Sein Erbe lebt durch seine Musik und seinen unaufhörlichen Kampf für soziale Gerechtigkeit weiter.
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