Polizeieinsatz in Ho-Chi-Minh-Stadt
Am 15. Juni 2026 führte die vietnamesische Polizei einen großangelegten Einsatz in Ho-Chi-Minh-Stadt durch, bei dem mehr als 400 gestohlene Katzen befreit wurden. Laut der Tierschutzorganisation Humane World for Animals konnten bereits über 40 der geretteten Tiere zu ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgebracht werden.
Hintergrund des Einsatzes
Die Ermittlungen der Polizei wurden durch zahlreiche Meldungen über vermisste und gestohlene Katzen in der Stadt angestoßen. Bei dem Einsatz wurden zudem neun Verdächtige festgenommen, die in das illegale Netzwerk verwickelt waren. Neben den lebenden Tieren fanden die Beamten auch 80 tote und tiefgefrorene Katzen, die für den Verzehr bestimmt waren. Diese Vorfälle erinnern an die Spionagevorwürfe, die kürzlich für Aufsehen sorgten.
Katzenfleischkonsum in Vietnam
In Vietnam ist der Verzehr von Katzen- und Hundefleisch legal, und in vielen Restaurants werden entsprechende Gerichte angeboten. Anbieter sind jedoch gesetzlich verpflichtet, Herkunftsnachweise für die Tiere vorzulegen. Diese Vorschrift wird jedoch nicht immer strikt eingehalten, was zu einem Anstieg von Diebstählen und illegalen Handelspraktiken führt.
Folgen des Polizeieinsatzes
Die Tierschutzorganisation Humane World for Animals äußerte sich erleichtert über die Rettung der Katzen und betonte die Notwendigkeit, den illegalen Handel mit Haustieren zu bekämpfen. Der Einsatz der Polizei hat nicht nur zur Befreiung der Tiere beigetragen, sondern auch das Bewusstsein für die Problematik des Katzenfleischhandels in Vietnam geschärft.
Quellen: n-tv