Der Sommer bringt wie gewohnt den Eichenprozessionsspinner mit sich. Die giftigen Haare dieser Raupen stellen eine Gefahr für Menschen dar. Selbst nachdem die Raupen sich zu Faltern entwickelt haben, bleiben die Härchen in den zurückgebliebenen Nestern weiterhin giftig.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht jede Raupe ein Eichenprozessionsspinner ist. Parallel dazu treten auch Gespinstmotten auf, die für den Menschen harmlos sind. Diese Motten spinnen ihre Futterpflanzen, wie Weißdorn und Pfaffenhütchen, vollständig ein, was häufig zu Verwechslungen mit dem Eichenprozessionsspinner führt.
Merkmale der gefährlichen Raupen
Um festzustellen, ob es sich um die gefährlichen Raupen des Eichenprozessionsspinners handelt, können folgende Merkmale herangezogen werden:
- Die Raupen sind an älteren Eichen zu finden.
- Sie bilden Gespinste aus mehreren Raupen am Stamm oder an dickeren Ästen.
- Die Raupen spinnen sich selbst ein, nicht die Pflanze.
- Sie besitzen lange Haare.
- Tagsüber sind sie nicht aktiv.
- In der Dämmerung und Nacht bewegen sie sich in einer Reihe zur Baumkrone, was einer „Prozession“ ähnelt.
Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt warme, sonnige Standorte, weshalb häufig alleinstehende Eichen, Straßenbäume oder Bäume am Waldrand betroffen sind. Im vergangenen Jahr waren in Dresden insbesondere Straßenbäume entlang der Königsbrücker Straße sowie dicke Eichen im Waldpark Blasewitz Hotspots. Warum Wespen und Bienen für viele Todesfälle in Deutschland verantwortlich sind.
Für Eigentümer von befallenen Gehölzen besteht keine Melde- oder Bekämpfungspflicht. Bei einer besonderen Gefährdung durch niedrig gelegene Nester an Wegen, Spielplätzen oder stark frequentierten Orten wird jedoch empfohlen, diese durch Fachpersonal entfernen zu lassen.
Wichtige Informationen sind auf der Internetseite der Landeshauptstadt Dresden verfügbar. Zudem bietet der Deutsche Wetterdienst seit diesem Jahr ein Frühwarnsystem an, das die Gefahrenlage durch die Raupen des Eichenprozessionsspinners einschätzt. Dieses System kann kostenlos genutzt werden.
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Quellen: dresden, tagesschau
Bildquelle: Depositphotos