Mario Basler hat in der neuen Ausgabe des Podcasts „WM-Insider mit Thomas Helmer & Mario Basler“ eine klare Einschätzung zur Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann abgegeben. Trotz des überwältigenden 7:1-Siegs der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao sieht Basler nach wie vor erhebliche Bedenken hinsichtlich Nagelsmanns Entscheidungen und ist fest überzeugt, dass Jürgen Klopp im September als Nachfolger in Betracht gezogen wird.
In seiner Diskussion mit Thomas Helmer kritisierte Basler insbesondere die Kommunikationsweise des Bundestrainers. Er stellte fest, dass Nagelsmann in den vergangenen Monaten Versprechungen gemacht habe, die nicht eingehalten wurden. Besonders ärgerte sich Basler darüber, dass Spieler, die öffentlich unterstützt wurden, in entscheidenden Momenten kaum zum Einsatz kamen.
„Ich glaube, dass Nagelsmann im September nicht mehr als Nationaltrainer fungiert. Ich bin mir fast zu 100 Prozent sicher, dass Jürgen Klopp der Nachfolger wird“, äußerte Basler.
Die Diskussion wurde unter anderem durch Nagelsmanns Wechselverhalten während des deutlichen Spiels gegen Curaçao angestoßen. Basler stellte in Frage, warum der Bundestrainer bei einem klaren Vorsprung nicht weiteren Spielern, die zuvor mehr Spielzeit zugesprochen bekommen hatten, Vertrauen schenkte. Für ihn stehen solche Entscheidungen im Widerspruch zu den vorherigen Äußerungen Nagelsmanns.
Helmer fragte nach, ob Nagelsmann vielleicht gewisse Aussagen hätte vermeiden sollen, wenn er nicht in der Lage ist, diese einzuhalten. Basler hielt jedoch an seiner Meinung fest und betonte: Wer Spielern öffentlich Vertrauen zuspricht, müsse dies auch im Spiel umsetzen.
Die Aussage von Basler gewinnt zusätzlich an Brisanz, da Nagelsmann offiziell langfristig an den DFB gebunden ist. Der DFB hatte im Januar 2025 bekannt gegeben, dass Nagelsmann seinen Vertrag bis zur EM 2028 verlängert hat. Jürgen Klopp hingegen ist seit Januar 2025 als Head of Global Soccer bei Red Bull tätig.
Trotz dieser Umstände scheint Basler ein Szenario mit Klopp für möglich zu halten. Der ehemalige Nationalspieler sieht nicht nur sportliche, sondern vor allem kommunikative Herausforderungen rund um Nagelsmann. Für ihn sei es weniger entscheidend, dass das Ergebnis gegen Curaçao so klar ausgefallen ist, sondern vielmehr wie der Bundestrainer mit den Spielern, deren Rollen und den Erwartungen umgeht.
Auch sportlich warnen Basler und Helmer davor, den 7:1-Sieg zu überschätzen. Curaçao sei nicht als ernstzunehmender Maßstab anzusehen. Gegen die Elfenbeinküste werde die deutsche Mannschaft deutlich gefordert — sowohl körperlich als auch taktisch und defensiv.
In der aktuellen Ausgabe von „WM-Insider“ wird außerdem die deutsche rechte Seite mit Joshua Kimmich und Leroy Sané, die Rolle von Manuel Neuer, Nagelsmanns Wechsel sowie mögliche Außenseiter bei der WM thematisiert, während der kommende Gegner die Elfenbeinküste ist.
Zusätzlich wird in den Medien über Goretzkas mögliche Wechsel zu AC Mailand berichtet, was die Diskussion um die Kaderplanung weiter anheizt.
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Quellen: open.spotify
Bildquelle: Echo Media Group / Shutterstock