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Sechs deutsche Brauereien in der internationalen Spitzengruppe
Stand: 17. Juni 2026 – 08:25 Uhr. Der Bierabsatz der großen Brauereien verzeichnet einen allgemeinen Rückgang. In Deutschland kann nur eine Brauerei signifikante Zuwächse vorweisen, während die Lücke zu den führenden internationalen Herstellern weiterhin groß bleibt.
Im Jahr 2025 sank die Produktion der größten Brauereien weltweit um etwa fünf Milliarden Liter im Vergleich zum Vorjahr. Eine Analyse des Nürnberger Hopfenhändlers BarthHaas zeigt, dass der Bierausstoß der 40 größten Brauereigruppen um 3,1 Prozent auf nahezu 159 Milliarden Liter fiel. Innerhalb dieser Gruppe sind sechs deutsche Brauereikonzerne vertreten, wobei einige Platzierungen auf Schätzungen basieren.
AB InBev, der weltgrößte Brauereikonzern aus Belgien, erreichte einen Ausstoß von 48,4 Milliarden Litern, gefolgt von Heineken aus den Niederlanden mit 23,6 Milliarden Litern. Beide Unternehmen mussten ebenfalls einen Rückgang im Bierausstoß im Jahr 2025 hinnehmen. Radeberger hingegen, mit knapp 1 Milliarde Litern, belegt den 25. Platz, was einen Rückgang um zwei Plätze im internationalen Vergleich bedeutet.
Paulaner wächst erheblich
Die Münchner Brauerei Paulaner hat sich zur zweitgrößten Brauerei Deutschlands entwickelt. Ihr Ausstoß stieg um fast 15 Prozent auf 759 Millionen Liter, was sie im internationalen Ranking auf Platz 29 katapultierte. Im Gegensatz dazu musste die frühere Nummer zwei, die TCB Beteiligungsgesellschaft, zu der auch das Frankfurter Brauhaus, Feldschlößchen und die Gilde Brauerei zählen, einen Rückgang von 4 Prozent auf 720 Millionen Liter hinnehmen und fiel auf Rang 30.
Oettinger rutschte um einen Platz auf Rang 32 ab, da der Ausstoß um 3,7 Prozent auf 674 Millionen Liter sank. Krombacher, das ebenfalls einen Platz verlor, verzeichnete einen minimalen Anstieg auf 595 Millionen Liter. Bitburger, die sechstgrößte Brauerei Deutschlands, musste einen Rückgang von 10 Prozent auf 520 Millionen Liter hinnehmen und fiel um zwei Ränge auf den 35. Platz.
Wachstum im schwierigen Marktumfeld
Die Analyse von BarthHaas verdeutlicht, dass nur wenige der größten Brauereien im Jahr 2025 nennenswerte Zuwächse erzielen konnten. Der bereits in den beiden Vorjahren festgestellte rückläufige Trend setzt sich fort. Die Herausforderungen am Markt zwingen Brauereien zunehmend dazu, neue Geschäftsbereiche zu erschließen, insbesondere im Segment alkoholfreier und alkoholreduzierter Biere sowie in anderen Getränkekategorien.
Diese Situation unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die Brauindustrie steht, und die Notwendigkeit, sich an die veränderten Verbraucherpräferenzen anzupassen. Die deutschen Brauereien sind gefordert, ihre Marktanteile zu verteidigen und gleichzeitig innovative Produkte zu entwickeln, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.
Quellen: t-online, Brauereien-Ranking: Sechs deutsche Brauereien unter den weltweiten Top40, Branchenranking – Sechs deutsche Brauereien unter den weltweiten Top 40
Bildquelle: depositphotos