WM 2026: Empörung über hohe Getränkepreise in den Stadien
Bereits vor dem ersten Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika sorgen die Preise für Getränke in den Stadien für erhebliche Unruhe unter den Fans. Ein Bier könnte bis zu 20 Euro kosten, was für viele Anhänger eine spürbare finanzielle Belastung darstellt. Zum Vergleich: In Deutschland liegen die Kastenpreise für Premiumbier während der WM bei etwa 10 Euro. Dort herrscht ein intensiverer Wettbewerb um die Bierpreise, während diese in den US-amerikanischen, kanadischen und mexikanischen WM-Stadien deutlich höher ausfallen.
Vielfältige Medienberichte charakterisieren die Preissituation als „absurd“. Ein österreichisches Portal riet den Fans, vor den Stadien Hunger und Durst zu lassen, um die hohen Kosten zu umgehen. Auch in Australien wird über die Empörung der Fans hinsichtlich der überteuerten Preise berichtet.
Teure Snacks und Getränke
Zusätzlich zu den hohen Ticketpreisen müssen die Fans auch mit exorbitanten Kosten für Flüge und Unterkünfte rechnen, was die finanzielle Belastung weiter erhöht. Im Stadion Santa Clara, nahe San Francisco, kostet ein Importbier bis zu 23 Dollar, was rund 19,80 Euro entspricht. Einheimisches Bier wird für 21 Dollar verkauft, was umgerechnet etwa 18,10 Euro ausmacht. Selbst im Stadion von East Rutherford, in der Nähe von New York, sind die Preise mit etwa 13,80 Euro für einheimisches und 14,65 Euro für importiertes Bier alles andere als günstig.
In Inglewood, Kalifornien, wo die US-Mannschaft ein bemerkenswertes Spiel gegen Panama bestritt, müssen die Fans für Getränke und Snacks etwa 16 bis 17 Euro für 0,59 Liter Bier zahlen. Diese Preise sind im Vergleich zu den geringeren Mengen in anderen Stadien hoch.
Fanreaktionen auf die Preise
Auch die Preise für Snacks sind nicht ohne: Chips kosten umgerechnet etwa 6,50 Euro, während Pommes in Philadelphia über 17 Euro verlangen. Amerikanische Fans, die hohe Stadionpreise gewohnt sind, zeigen sich über die Aufregung verwundert. Dennoch empfinden auch sie die Preise für Wasser im Stadion von Dallas als „lächerlich“.
Ein positives Beispiel für faire Preise
Gibt es auch positive Ausnahmen. In Atlanta hat der Stadionbesitzer Arthur Blank, ein wohlhabender Unternehmer, zugesichert, die Preise während der WM niedrig zu halten. Ein Liter Sprudelwasser kostet dort weniger als 3,50 Euro, und ein US-Bier wird für etwa 7,70 Euro angeboten. Blank hebt hervor, dass die Fans sich wie zu Hause fühlen sollten und überzogene Preise nicht tolerierbar sind.
Steigende Preise in Mexiko
In Mexiko sind die Preise ebenfalls angestiegen. Ein Bier kostet dort 310 Pesos, was etwa 15,50 Euro entspricht. Dies ist fast der Betrag, den ein Arbeiter in Mexiko als gesetzlichen Mindestlohn pro Tag verdient, der seit dem 1. Januar bei 315,04 Pesos liegt. Trotz dieser hohen Preise haben die Fans beim WM-Auftakt im Aztekenstadion nicht auf den Genuss von Bier verzichtet.
Die Preissituation bei der WM 2026 wirft zahlreiche Fragen auf und sorgt für angeregte Diskussionen unter den Fans, die sich mit den finanziellen Herausforderungen des Turniers auseinandersetzen müssen. Entdecke die acht neuen Fußball-Regeln für die WM 2026!
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Quellen: n-tv, Tagesspiegel
Bildquelle: depositphotos