Im Jahr 2026 zeigt sich ein deutlicher Rückgang bei der Grundsicherung für Kinder in Deutschland. Die Zahl der minderjährigen Anspruchsberechtigten ist innerhalb eines Jahres von 1,75 Millionen auf 1,64 Millionen gesunken. Diese Entwicklung wurde durch eine Anfrage im Bundestag offengelegt, die auf Daten der Bundesagentur für Arbeit verweist.
Rückgang der Anspruchsberechtigten
Die aktuelle Situation zeigt, dass nahezu 12 Prozent der Kinder in Deutschland Anspruch auf Grundsicherung haben, was bedeutet, dass ihre Eltern nicht in der Lage sind, das Existenzminimum zu sichern. Im Dezember 2025 waren von den 1,64 Millionen leistungsberechtigten Minderjährigen fast 860.000 deutsche Staatsbürger und mehr als 780.000 hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Der Anteil der Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit stieg leicht auf etwa 52 Prozent, während rund 48 Prozent der Minderjährigen ausländischer Herkunft waren.
Soziale Herausforderungen bleiben bestehen
Obwohl die Gesamtzahl der Anspruchsberechtigten gesunken ist, bleibt die soziale Herausforderung für viele Familien bestehen. Die Quote der minderjährigen Kinder, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II erhalten, lag im Dezember 2025 bei 11,7 Prozent. Bei Kindern mit deutscher Staatsangehörigkeit betrug dieser Wert 7,2 Prozent, während bei ausländischen Kindern die Quote bei 36,8 Prozent lag. Die geplante Kürzung des Unterhaltsvorschusses trifft Alleinerziehende hart.
Diskussion über Sozialleistungen
Die Diskussion um die Grundsicherung für ausländische Minderjährige wird weiterhin intensiv geführt. Laut einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gab es im März 2026 rund 180.000 weniger ausländische Bezieher von Grundsicherung im Vergleich zum Vorjahr. Die SGB-II-Hilfequote der ausländischen Bevölkerung betrug zu diesem Zeitpunkt 19 Prozent, was einen Rückgang um 1,4 Punkte im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
„Mehr als jedes dritte ausländische Kind bezieht in Deutschland Bürgergeld“, äußerte René Springer, sozialpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion. Er kritisierte die hohen Ausgaben für ausländische Minderjährige und forderte eine Überprüfung der Anreize zur Einwanderung in die Sozialsysteme.
Aktuelle Entwicklungen und Ausblick
Die Beschäftigung ausländischer Staatsangehöriger ist laut IAB im April 2026 um etwa 190.000 Personen gestiegen, was einem Anstieg von 2,9 Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu ist die Gesamtbeschäftigung in Deutschland leicht gesunken. Die Quote der Menschen, die Leistungen aus der sozialen Mindestsicherung beziehen, ist bereits 2024 auf 8,7 Prozent gesunken, während die SGB-II-Quote zuletzt bei 8 Prozent lag.
Die Entwicklungen im Bereich der Grundsicherung für Kinder werfen weiterhin Fragen auf und verdeutlichen die Notwendigkeit, die sozialen Rahmenbedingungen für alle Familien in Deutschland zu verbessern.
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Quellen: n-tv
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