Die Ankündigung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen bis Ende März 2027 zu verlängern, wirft Fragen zur Notwendigkeit dieser Maßnahme auf. Diese Entscheidung wurde von einer Ministeriumssprecherin bestätigt und wurde bereits zuvor in einer Tageszeitung thematisiert.
In dem offiziellen Schreiben an die EU-Kommission wird als entscheidender Grund für die Verlängerung auf die Vorfälle in der spanischen Exklave Ceuta verwiesen. Ende Juli dieses Jahres waren dort zahlreiche Menschen illegal aus Marokko eingereist, die jedoch größtenteils schnell wieder zurückkehrten.
Dobrindt äußerte sich dazu mit den Worten:
„Die Entwicklungen an den europäischen Außengrenzen verdeutlichen, dass das Zurückdrängen illegaler Migration weiterhin einer Kontrolle bedarf.“
Spanien hat in Ceuta bereits eigene Maßnahmen ergriffen, um die Situation in den Griff zu bekommen.
Bereits mehrfach wurden die Grenzkontrollen verlängert, was auf Kritik aus verschiedenen Regionen, insbesondere Brandenburgs, gestoßen ist. Normalerweise sind die Grenzen innerhalb der EU offen, doch wurden diese Kontrollen vor nahezu zwei Jahren eingeführt, um die Zahl illegaler Einreisen zu reduzieren. Diese Regelung wurde zu damaliger Zeit von der Innenministerin Nancy Faeser (SPD) initiiert.
Ursprünglich war geplant, dass die Maßnahmen Mitte September 2026 enden sollten. Sollte die EU-Kommission der Verlängerung nicht widersprechen, bleibt diese Regelung bis Ende März 2027 bestehen. In der Vergangenheit äußerte die Brandenburger Landesregierung bereits Bedenken, insbesondere in Anbetracht der seit 2023 rückläufigen Asylanträge. Auch aus der Wirtschaft, besonders von Speditionsunternehmen, gab es kritische Stimmen zu den Kontrollen an der Grenze zu Polen.
Im Februar forderte die Polizeigewerkschaft, dass weniger Personal an den Außengrenzen eingesetzt werden sollte, um stattdessen mehr Kräfte an Bahnhöfen oder Flughäfen zu konzentrieren.
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Quellen: rbb24, Die Zeit
Bildquelle: Falk Wussow via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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