Die angekündigten Schließungen weiterer Filialen durch den Möbelanbieter Roller stoßen auf Reaktionen bei den betroffenen Kunden. Die neuen Schließungen betreffen die Standorte in Düsseldorf-Flingern und Kerpen, beide in Nordrhein-Westfalen. Mit diesen Maßnahmen erhöht sich die Gesamtzahl der seit September 2025 geschlossenen oder zur Schließung vorgesehenen Filialen auf insgesamt zehn.
Überblick über die Schließungen in Nordrhein-Westfalen
Aktuell findet in Düsseldorf ein Räumungsverkauf statt, der mit attraktiven 30 Prozent Rabatt auf Ausstellungsstücke beworben wird. Die Filiale im B8-Center an der Erkrather Straße soll bis Ende November 2026 schließen. Die zukünftige Nutzung des Geländes ist noch unklar, allerdings sind Umgestaltungen zur Schaffung von Wohnraum und neuen Freiflächen geplant.
Die Schließung der Filiale in Kerpen ist bis Ende Oktober 2026 bestätigt. Auch hier wird ein Räumungsverkauf stattfinden. Die Kunden werden gebeten, auf die Märkte in Köln und Euskirchen auszuweichen. Bestehende Verträge sowie Küchenplanungen sollen wie vereinbart fortgeführt werden, während den Mitarbeitern individuelle Perspektiven angeboten werden.
Gesamtstrategie von Roller
Diese Filialschließungen sind Teil einer umfassenden Strategie von Roller, um auf die Herausforderungen im Möbelhandel zu reagieren. Die Gründe für diese Entscheidungen sind unter anderem die schwierigen Marktbedingungen und die Absicht, sich auf ein leistungsstarkes Kernnetz zu konzentrieren.
Neben den neuen Schließungen in Düsseldorf und Kerpen sind bereits folgende Standorte entweder geschlossen worden oder stehen zur Schließung an:
- Husum, Schleswig-Holstein – geschlossen
- Villingen, Baden-Württemberg – geschlossen
- Crailsheim, Baden-Württemberg – geschlossen
- Reutlingen, Baden-Württemberg – geschlossen
- Gera, Thüringen – geschlossen
- Oldenburg in Holstein, Schleswig-Holstein – geschlossen
- Offenbach, Hessen – geschlossen
- Rendsburg, Schleswig-Holstein – schließt im Oktober 2026
- Kerpen, Nordrhein-Westfalen – schließt im Oktober 2026
- Düsseldorf-Flingern, Nordrhein-Westfalen – schließt im November 2026
Marktentwicklung in der Möbelbranche
Die aktuellen Schließungen von Roller erfolgen vor dem Hintergrund eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds für die deutsche Möbelbranche. Der Umsatz sank im Jahr 2025 um 3,4 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro, was den niedrigsten Wert seit 2009 darstellt. Für 2024 wurden mehr als 230 Insolvenzen in der Branche gemeldet, was ein Zehn-Jahres-Hoch darstellt.
Die Beschäftigung in größeren Möbelunternehmen ist ebenfalls rückläufig. Rund 68.300 Menschen waren im Jahr 2025 in dieser Branche beschäftigt, was einem Rückgang von etwa vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Importquote lag bei 59,8 Prozent, was bedeutet, dass mehr als die Hälfte der in Deutschland verkauften Möbel aus dem Ausland stammt. Zusätzlich berichteten 32 Prozent der Haushalte, ihre Ausgaben für Möbel in den letzten zwei Jahren reduziert zu haben.
Quellen: chip, Merkur
Bildquelle: Stahlkocher via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.