Nachrichten für Dresden und die Region

Aktuelles Echo
Live-Ticker: Ukraine Krieg: Ukraine greift russische Regionen mit Drohnen an Live-Ticker: Ukraine Krieg: Ukraine greift russische Regionen mit Drohnen an Vor 4 Stunden Dresden heute: 20°C mit gelegentlichen Wolken am Himmel Dresden heute: 20°C mit gelegentlichen Wolken am Himmel Vor 4 Stunden Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker: Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah nach US-Vermittlung Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker: Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah nach US-Vermittlung Vor 4 Stunden Sanierungsarbeiten an der Heimstraße in Kleinzschachwitz beginnen Sanierungsarbeiten an der Heimstraße in Kleinzschachwitz beginnen Vor 6 Stunden Striesen: Beständige Verkehrsregelung auf der Laubestraße schützt Anwohnerinteressen Striesen: Beständige Verkehrsregelung auf der Laubestraße schützt Anwohnerinteressen Vor 12 Stunden Neuer Anlaufpunkt zur Königsbrücker Straßensanierung am Albertplatz eröffnet Neuer Anlaufpunkt zur Königsbrücker Straßensanierung am Albertplatz eröffnet Vor 18 Stunden Emma Bonino: Ein Leben für Europa und die Rechte der Menschen geht zu Ende. Emma Bonino: Ein Leben für Europa und die Rechte der Menschen geht zu Ende. Vor 19 Stunden Welche Anpassungen bei Zuzahlungen und Zahnersatz bringt die GKV-Reform 2027 für Versicherte? Welche Anpassungen bei Zuzahlungen und Zahnersatz bringt die GKV-Reform 2027 für Versicherte? Vor 19 Stunden CDU-Verbandschef aus Großbeeren kündigt Parteiaustritt bei ausbleibenden Reformen an CDU-Verbandschef aus Großbeeren kündigt Parteiaustritt bei ausbleibenden Reformen an Vor 19 Stunden Inmitten der Trauer: Prinzessin Astrid verstirbt nach König Harald V. Inmitten der Trauer: Prinzessin Astrid verstirbt nach König Harald V. Vor 21 Stunden

„Rechenzentren in Deutschland: Auf dem Weg zur digitalen Selbstständigkeit“

Deutschland plant eine Verdopplung der Rechenzentrums-Kapazitäten bis 2030, doch der Großteil der neuen Projekte stammt von US-Technologiekonzernen. Eine aktuelle Analyse zeigt, dass über ein Drittel der 99 in Planung befindlichen Rechenzentren nicht aus der EU kommen, was Fragen zur digitalen Un…

„Rechenzentren in Deutschland: Auf dem Weg zur digitalen Selbstständigkeit“
Brett Sayles auf Pexels

Ausblick auf die digitale Infrastruktur

Deutschland strebt danach, seine digitale Souveränität zu erhöhen, was mit dem Bau zahlreicher neuer Rechenzentren einhergeht. Diese Entwicklung wird jedoch durch die Tatsache kompliziert, dass viele dieser Projekte von US-amerikanischen Technologiekonzernen initiiert werden. Dies geht aus einer umfassenden Analyse hervor, die von verschiedenen Organisationen durchgeführt wurde.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Aktueller Stand der Rechenzentrumsprojekte

Am 12. März 2026 fand der Spatenstich für neue Rechenzentren des US-Konzerns Microsoft in Nordrhein-Westfalen statt.

„Heute setzen wir den Grundstein für eine neue Quelle der Kraft, nämlich für Rechenpower,“

sagte Karsten Wildberger, der Bundesdigitalminister. Sechs Tage später wurde die nationale Rechenzentrumsstrategie veröffentlicht, die darauf abzielt, die Kapazitäten der Rechenzentren in Deutschland bis 2030 zu verdoppeln.

Rechenzentren sind entscheidend für die Speicherung von Daten in der Cloud und das Training von Künstlicher Intelligenz (KI). Sie sind an jedem E-Mail-Versand beteiligt und spielen eine zentrale Rolle in der digitalen Infrastruktur. Eine Analyse des Norddeutschen Rundfunks und der Süddeutschen Zeitung zeigt, dass derzeit 99 neue Rechenzentren in Deutschland geplant sind, von denen 41 bereits im Bau sind. Über ein Drittel dieser Projekte wird von Unternehmen außerhalb der EU realisiert, wobei US-Tech-Konzerne die größte Gruppe bilden.

Hintergrund der Rechenzentrumsstrategie

Die Recherchen zeigen, dass viele der neuen Rechenzentren eine enorme Größe erreichen. Während in Deutschland bisher Rechenzentren mit einem Netzanschluss zwischen 5 und 10 Megawatt als groß galten, bewegen sich die neuen Projekte oft im Bereich von 200 bis 500 Megawatt, mitunter sogar über ein Gigawatt. Diese Entwicklung wird durch den wachsenden Bedarf an Rechenleistung für KI vorangetrieben.

Ralph Hintemann, ein Experte am Borderstep Institut, der die Bundesregierung bei der nationalen Rechenzentrumsstrategie beraten hat, betont, dass Deutschland sich nicht von großen internationalen Konzernen abhängig machen sollte.

„Es ist natürlich besser, wenn man europäische und deutsche Unternehmen hat, die auch wettbewerbsfähig sind,“

so Hintemann.

Risiken und Herausforderungen für Kommunen

Die Bürgermeisterin von Schuby in Schleswig-Holstein, Petra Schulze, beschreibt die Situation in ihrer Gemeinde als „Goldgräberstimmung“. Die Kommune mit etwa 2.400 Einwohnern zieht Investoren an, die auf der Suche nach großen Netzanschlüssen sind. Schulze äußert Bedenken hinsichtlich der planerischen Ideen und fragt sich, wie sie als Vertreterin ihrer Gemeinde auf Augenhöhe mit multinationalen Konzernen verhandeln kann.

„Wo ist denn die planerische Idee, fragt die Bürgermeisterin, wo wollen wir, wo will Deutschland, hin?“

Das Digitalministerium hat auf Anfrage mitgeteilt, dass derzeit ein Leitfaden für Kommunen zur Qualifizierung potenzieller Rechenzentrumsflächen in Prüfung ist. Weitere Leitfäden zur Unterstützung der Kommunen sollen noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

Die Wasserfrage und ihre Bedeutung

Eine Analyse der künftigen Rechenzentren zeigt, dass etwa ein Viertel der Projekte in Regionen geplant ist, die unter Wasserknappheit leiden. Marina Köhn vom Umweltbundesamt warnt, dass auch Kommunen, in denen derzeit kein Wasserstress herrscht, die Wasserkonzepte der Rechenzentren genau prüfen sollten.

„Wie wir gerade gesehen haben, kann sich dieses Bild schlagartig ändern, dass bestimmte Regionen plötzlich extrem trockene Sommer erleben,“

so Köhn.

In den USA gibt es bereits große Rechenzentren, die Kühltechniken verwenden, die enorme Mengen an Wasser verbrauchen. Diese Kühlmethoden, wie die Verdunstungskühlung, sind kostengünstig, aber sie entziehen der Region wertvolles Wasser. Alternativen wie die Klimatisierung mit natürlichen Kältemitteln könnten eine nachhaltigere Lösung darstellen.

Nachhaltigkeit und Kühltechniken

Die Frage, welche Kühltechniken in den neuen Rechenzentren eingesetzt werden, bleibt in vielen Kommunen unbeantwortet. Nur sieben Gemeinden haben sich für nachhaltige Kühlung im geschlossenen Kreislauf entschieden. Das Digitalministerium hat erklärt, dass die Verfügbarkeit von Wasser bei der Entscheidung für oder gegen ein Rechenzentrum eine zunehmend wichtige Rolle spielt und dass an einem entsprechenden Nachhaltigkeitslabel auf EU-Ebene gearbeitet wird.

Fazit

Die Entwicklung neuer Rechenzentren in Deutschland ist ein entscheidender Schritt in Richtung digitaler Souveränität. Dennoch müssen die Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf Abhängigkeiten von internationalen Konzernen und die nachhaltige Nutzung von Ressourcen, sorgfältig betrachtet werden.

Mehr zum Thema

Wo finden sich noch Arbeitsplätze trotz der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten?

„`


Quellen: tagesschau

Bildquelle: Brett Sayles auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.