Am 1. September 2026 hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Dresden die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt für das erste Halbjahr 2026 vorgestellt. Die Transaktionszahlen zeigen eine Stabilität, da im genannten Zeitraum 2.472 Immobilien in der Stadt verkauft wurden. Diese Zahl entspricht nahezu der Menge der im ersten Halbjahr 2025 durchgeführten Verkäufe. Auch die Transaktionen in den verschiedenen Teilmärkten bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Trotz der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen ist es nicht zu einem Rückgang der Preise gekommen. Die Kaufpreise variieren jedoch je nach Teilmarkt. Bei unbebauten Einfamilienhaus- und Mehrfamilienhausgrundstücken wurden etwa 18 Prozent beziehungsweise vier Prozent weniger gezahlt. Aufgrund der geringen Anzahl an Kaufverträgen ist es schwierig, klare Tendenzen zur Preisentwicklung unbebauter Grundstücke abzuleiten. Bei bebauten Grundstücken des individuellen Wohnungsbaus gab es unterschiedliche Preisentwicklungen. Während die Preise für Doppelhaushälften und Reihenendhäuser anstiegen, sanken die Preise für freistehende Einfamilienhäuser, Reihenmittelhäuser und Zweifamilienhäuser. Bei Geschossbauten wurden leicht steigende Preise festgestellt, ebenso im Bereich Wohnungseigentum, wo im Weiterverkauf ein geringer Preisaufschlag zu beobachten war. Im Segment der neu errichteten Wohnungen blieben die Preise hingegen stabil.
Klara Töpfer, die Vorsitzende des Gutachterausschusses und Leiterin des Amtes für Geodaten und Kataster, erläuterte die Gesamtlage des Grundstücksverkehrs. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 2.472 Immobilienübergänge mit einem Gesamtvolumen von etwa 844 Millionen Euro registriert. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025, in dem 2.482 Immobilienübergänge und ein Umsatz von rund 911 Millionen Euro verzeichnet wurden, ist ein leichter Rückgang zu beobachten. Die Anzahl der Kaufverträge in den Teilmärkten Bauland, bebaute Grundstücke und Wohnungseigentum sank um zwei Prozent, während der Geldumsatz um sieben Prozent zurückging.
Im Bereich Bauland ist die Zahl der Kaufverträge für Baugrundstücke im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 von 57 auf 44 gesunken. Besonders betroffen sind Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau und gewerbliche Nutzungen, während die Anzahl der Geschossbaugrundstücke stabil blieb. Der durchschnittliche Kaufpreis für Baugrundstücke für freistehende Einfamilienhäuser betrug im ersten Halbjahr 2026 295 Euro pro Quadratmeter, was einem Rückgang von 18 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 entspricht. Die Preise für Geschossbauten und gewerbliche Grundstücke blieben im Vergleich zu den beiden vorhergehenden Halbjahreszeiten stabil, wobei die wenigen unbebauten Kauffälle im Bereich Geschossbauten im Durchschnitt zu 620 Euro pro Quadratmeter verkauft wurden. Im zweiten Halbjahr 2025 lag dieser Wert bei 665 Euro pro Quadratmeter.
Bei den bebauten Grundstücken ist die Anzahl der Kaufverträge von 350 auf 344 gesunken, während der Umsatz um etwa 15 Prozent von 446 Millionen Euro auf rund 382 Millionen Euro zurückging. Dies ist auf das Fehlen großer Transaktionen im gewerblichen Bereich zurückzuführen, die im ersten Halbjahr 2025 noch registriert wurden. Für freistehende Einfamilienhäuser lagen die Preise je nach Zustand und Lage zwischen 855 Euro und 6.670 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, mit einem durchschnittlichen Wert von 3.535 Euro pro Quadratmeter, was einem Rückgang von etwa drei Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 entspricht. Doppelhaushälften erzielten einen mittleren Kaufpreis von 3.330 Euro pro Quadratmeter, was einen Anstieg von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darstellt. Reihenendhäuser wurden zu einem mittleren Preis von 4.340 Euro pro Quadratmeter verkauft, was einem Anstieg von 28 Prozent entspricht, während die Preise für Reihenmittelhäuser um etwa 13 Prozent sanken.
Im Segment der Mehrfamilienhäuser wurden für Bestandsobjekte bis Baujahr 2024 im Durchschnitt 1.965 Euro pro Quadratmeter gezahlt, was einen Anstieg von drei Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 darstellt. Bei Geschäfts- und Gewerbeobjekten können aufgrund der geringen Anzahl an Kauffällen keine verlässlichen Angaben zur Preisentwicklung gemacht werden.
Im Bereich Wohnungseigentum wurden 1.814 Kaufverträge erfasst, was nahezu der gleichen Anzahl wie im ersten Halbjahr 2025 entspricht. Rund 75 Prozent dieser Verträge waren Weiterverkäufe. Bei den erstverkauften Neubaueigentumswohnungen wurden 244 Kaufverträge registriert, was ebenfalls dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der durchschnittliche Kaufpreis für diese Wohnungen betrug 6.255 Euro pro Quadratmeter, was dem Niveau des zweiten Halbjahres 2025 entspricht. Der Markt für sanierte Wohnungen, die erstmals in Wohnungseigentum umgewandelt wurden, hat stark nachgelassen, da die dafür benötigten unsanierten Geschossbauten rar geworden sind. Lediglich fünf Kaufverträge konnten in diesem Bereich registriert werden. Im Weiterverkauf wurden im Durchschnitt etwa 2.660 Euro pro Quadratmeter gezahlt, was einen Anstieg von drei Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025 darstellt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das erste Halbjahr 2026 von weitgehend stabilen Preisen und Umsatzzahlen geprägt war. Die veränderten Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten hatten nur geringe Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Der Gutachterausschuss wird die Entwicklungen weiterhin beobachten und plant, die Öffentlichkeit im nächsten Grundstücksmarktbericht 2027 zu informieren. Der Bericht wird ab dem 1. September 2026 auf der Webseite des Gutachterausschusses zur Verfügung stehen und kann kostenfrei heruntergeladen werden.
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Quellen: dresden, FAZ
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