Probeaufbau der Flutschutztore in Dresden am 20. September 2026
Christina Schenk, Betriebsbeauftragte für mobilen Hochwasserschutz, betont die Wichtigkeit des bevorstehenden Probeaufbaus der Flutschutztore: „Dieser Test ist entscheidend, um die Funktionsfähigkeit der Tore im Ernstfall zu gewährleisten.“ Am Sonntag, dem 20. September 2026, wird der städtische Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen (ZTD) von 6 bis 14 Uhr die Flutschutztore am Ostra-Ufer sowie an der Weißeritzstraße probeweise aufbauen.
Der Probeaufbau erfolgt in Zusammenarbeit mit der Landestalsperrenverwaltung Sachsen und der Unteren Wasserbehörde Dresden. Während dieser Zeit werden die Anlagen gereinigt, gewartet und gegebenenfalls kleinere Reparaturen durchgeführt. Diese Übung ist nicht nur für die Technik wichtig, sondern auch für die Mitarbeiter des ZTD, um sicherzustellen, dass die Tore im Falle eines Hochwassers schnell und effizient geschlossen werden können.
Verkehrsbehinderungen während des Probeaufbaus
Für die Dauer des Probeaufbaus wird die Kreuzung Ostra-Ufer, Weißeritzstraße und Pieschener Allee vollständig gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Magdeburger Straße, Kleine Packhofstraße, Ostra-Allee und Maxstraße. Das Ostragehege ist während der Sperrung ausschließlich über die Schlachthofstraße erreichbar, während eine Zufahrt ins Stadtzentrum über die Pieschener Allee nicht möglich ist. Die Umleitungsstrecke wird entsprechend ausgeschildert.
Bereits ab 6 Uhr beginnen die ersten Vorbereitungsarbeiten. Ab etwa 8 Uhr könnte das erste Flutschutztor ausgefahren werden, wobei der genaue Zeitpunkt aufgrund der erforderlichen Wartungs- und Kontrollarbeiten variieren kann. Christina Schenk wird vor Ort von 7 bis etwa 12 Uhr als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen.
Technische Details der Flutschutztore
Die Flutschutztore sind ein wesentlicher Bestandteil der Hochwasserschutzlinie in der Dresdner Altstadt. Diese aus Stahl gefertigten Tore sind etwa 20 Meter lang, zwei bis drei Meter hoch und wiegen rund 20 Tonnen. Im Ruhezustand befinden sie sich in geschlossenen Torkammern aus Stahlbeton. Bei drohender Hochwassergefahr werden sie von den Mitarbeitern des ZTD auf Laufschienen ausgefahren und in ein gegenüberliegendes Lager eingefahren. Die Laufschienen sind in einem Kanal unter der Fahrbahn untergebracht und durch Abdeckplatten geschützt, die mit einem LKW-Kran entfernt werden. Die Tore werden in der Regel elektrisch betrieben, können jedoch auch im Notfall manuell oder durch eine elektrische Noteinspeisung geschlossen werden.
Im Falle eines Hochwassers wird das Tor an der Weißeritzstraße bei einem Pegelstand von etwa 6,10 Metern und das Tor am Ostra-Ufer bei etwa 7,00 Metern geschlossen.
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Quellen: dresden, NDR
Bildquelle: Depositphotos
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