Am Sonntagmorgen ereignete sich in Wolfsburg ein besorgniserregender Vorfall: Die Martin-Luther-Kindertagesstätte am Schachtweg stürzte teilweise ein. Anwohner berichteten von einem lauten Knall, der sie sofort alarmierte. Die Polizei und Feuerwehr wurden umgehend verständigt, woraufhin der Bereich weiträumig abgesperrt wurde.
Glücklicherweise gab es keine Verletzten, da die Einrichtung am Wochenende geschlossen war. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Kinder, Erzieher oder Eltern im Gebäude. Dennoch sind andere Teile der Kita erheblich beschädigt. Ein Drohnenüberflug offenbarte das Ausmaß der Zerstörung. Der Alarm erreichte die Polizei kurz nach 9 Uhr, und Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst sowie das Technische Hilfswerk sind mittlerweile im Einsatz. Erste Schätzungen legen nahe, dass etwa die Hälfte der Kita eingestürzt ist.
Die genaue Ursache des Vorfalls bleibt unklar, doch erste Vermutungen zeichnen sich ab. Ein Sprecher der Stadt ließ verlauten, dass möglicherweise eine Gasexplosion die Ursache sein könnte. Die Druckwelle war derart heftig, dass in der rund 200 Meter entfernten Goethestraße Fenster zerbrachen. Er betonte, es sei ein Glück, dass der Vorfall an einem Sonntag geschah. Aufgrund der Zerstörung wird voraussichtlich für längere Zeit kein Betrieb in der Kita möglich sein.
Berichten zufolge wird in der Einrichtung weiterhin mit Gas gekocht, was als potenzielle Ursache für die Druckwelle in Betracht gezogen wird. Auch in der Nachbarschaft sind Fenster und Rahmen aus den Wänden gerissen worden. Oberbürgermeister Dennis Weilmann hat den Ort des Geschehens besucht, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Das Kinder- und Familienzentrum Martin Luther, in dem der Vorfall stattfand, gehört zum evangelischen Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen. Dort werden rund 90 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren betreut. Angesichts des Vorfalls wird nun nach Lösungen gesucht, um die betroffenen Kinder unterzubringen. In dieser Woche kann keine Betreuung angeboten werden; ab der nächsten Woche sollen die Kinder auf andere evangelische Einrichtungen verteilt werden. Allerdings wird es als herausfordernd angesehen, alle fünf Gruppen an einem einzigen Standort unterzubringen.
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Quellen: Bild, tagesschau
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