Nach dem Aufstieg in die Regionalliga Nordost hat der SV Tasmania Berlin mit einem holprigen Start in die neue Saison zu kämpfen. In den ersten drei Spielen musste das Team von Trainer Pardis Fardjad-Azad gleich drei Niederlagen hinnehmen: 1:5 gegen den 1. FC Magdeburg II, 0:2 gegen den FC Erzgebirge Aue und 0:6 beim FC Rot-Weiß Erfurt.
Erster Saisonsieg und aktuelle Tabellenlage
Am vierten Spieltag gelang dem Verein schließlich der erste Saisonsieg, als ein 3:2-Comeback gegen den FSV 63 Luckenwalde gefeiert wurde. Nach den ersten zehn Partien belegt Tasmania mit lediglich fünf Punkten und einem Torverhältnis von 12:31 vorerst den vorletzten Tabellenplatz. Zuletzt erreichte das Team am vergangenen Samstag ein 1:1-Unentschieden beim BFC Preussen.
Sportliche Herausforderungen und Infrastruktur
Almir Numic, der sportliche Leiter bei Tasmania, äußerte sich zur aktuellen Situation:
„Wir sind sportlich sehr holprig in die Saison gekommen, weil wir die Liga erstmal kennenlernen mussten. Man muss dazu sagen, dass die Regionalliga Nordost diese Saison extrem stark ist – mit sehr vielen Traditionsvereinen, die ein komplett anderes Budget als wir haben. Da ist es schwer, sportliche Akzente zu setzen. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass wir sehr gute Chancen haben, am Ende die Klasse zu halten.“
Die Rückkehr in die Regionalliga erfolgte ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Dank erster Umbauarbeiten kann Tasmania in dieser Saison seine Heimspiele im Werner-Seelenbinder-Sportpark austragen. Dennoch steht der Verein weiterhin vor infrastrukturellen Herausforderungen.
„Ab dem 1. Oktober bekommen wir einen eigenen Gäste-Eingang, den wir erstmal noch herrichten müssen. Zurzeit benutzen wir den Eingang des benachbarten Jugendklubs“,
erklärte Numic. Im kommenden Jahr plant der Verein, die Überdachung seines Sportparks.
„Unsere Zielsetzung ist es, links und rechts vom Spielfeld eine achtzig Meter lange Überdachung zu haben“,
so Numic weiter. Die Bauarbeiten sollen Mitte 2027 beginnen.
Langfristige Ziele in der Regionalliga
Der 1. Vorsitzende des Klubs betonte, dass man unabhängig von der aktuellen sportlichen Situation langfristig mit der Regionalliga in Neukölln plane.
„Wir haben hier sehr viel Kraft, Energie und wirtschaftliche Mittel in die Infrastruktur investieren müssen, die uns dann – wenn das Projekt Infrastruktur bei achtzig, neunzig Prozent ist – zur Verfügung stehen werden, um die sportliche Entwicklung zu beeinflussen“,
fügte Numic hinzu. In der Regionalliga Nordost könne man nur dann Qualitätsspieler verpflichten, wenn der Verein neben adäquater Infrastruktur auch eine sehr gute Entschädigung bieten kann.
Klassenerhalt als Saisonziel
Die Grundvoraussetzung für die langfristigen Ziele ist der Klassenerhalt, das ausgerufene Saisonziel des SV Tasmania. Bei ihrem bislang letzten Regionalliga-Intermezzo stiegen die Berliner als Tabellenletzter direkt wieder in die Oberliga ab.
„Ich mache mir keinen Kopf darüber, dass wir die Liga halten. Die Mannschaft und das Trainerteam arbeiten sehr hart dafür. Die Qualität in unserem Team ist gut“,
sagte Numic. Er betonte, dass das Team aktuell noch nicht die Chancen nutze und es Geduld benötige.
„Wenn der Knoten platzt, können wir auch Spiele wie zuletzt gegen Lok oder Chemie Leipzig gewinnen. Wir spielen einen sehr ansehnlichen Fußball – gerade zu Hause –, es kommt aber leider noch nicht so viel Zählbares heraus, wie wir uns das gewünscht haben.“
Die Teams im unteren Tabellendrittel liegen derzeit relativ eng beieinander. Der SV Babelsberg 03 auf dem 13. Platz hat lediglich neun Punkte, während das Schlusslicht Luckenwalde sechs Zähler weniger aufweist. Diese Bestandsaufnahme stimmt Numic zuversichtlich:
„Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist es ja so: Man muss zwei oder drei Spiele hintereinander gewinnen, dann ist man unten wieder raus.“
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Quellen: rbb24
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