In vielen Teilen Deutschlands ist der Herbst deutlich spürbar geworden. Ein Tiefdruckgebiet hat sich seit den frühen Morgenstunden über den Westen des Landes bewegt, was die Temperaturen merklich absinken lässt. Die anhaltende Phase milder Temperaturen wird nun durch die ersten Regenfälle unterbrochen, jedoch sind diese nicht von langer Dauer.
Diplom-Meteorologe Dominik Jung hebt hervor, dass in bestimmten Gebieten des Westens und Nordwestens Deutschlands örtlich einige Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Im Gegensatz dazu zeigt die Niederschlagsfront in östlicher Richtung eine erheblich schwächere Ausprägung, sodass dort häufig nur ein paar Tropfen gemessen werden. Diese ungleiche Regenverteilung verschärft die bereits bestehende Dürre im Osten des Landes. Jung erklärt, dass die wenigen Liter Regen schneller verdunsten, als sie im Boden gespeichert werden können, was insbesondere die Landwirtschaft und die Schifffahrt, insbesondere auf dem Rhein, stark beeinträchtigt.
In Kornsand, Hessen, wurde der Fährbetrieb über den Rhein aufgrund des drastisch gesunkenen Wasserstands eingestellt. Die Pegelstände der Flüsse haben historische Tiefstwerte erreicht. Für eine Erholung der Wasserstände wäre ein mehrtägiger Regen notwendig, doch das Regenband zieht zügig über Deutschland hinweg. Im Alpenvorland, besonders in Baden-Württemberg und im Allgäu, sind am Nachmittag Gewitter möglich. In Hessen hingegen werden heftige Schauer mit Niederschlägen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter erwartet. Auch das Saarland und Rheinland-Pfalz dürften auf etwas Regen hoffen.
In Städten wie München und Berlin kann zeitweise die Sonne scheinen. In der Nacht zu Freitag wird die Bewölkung auch im Osten Deutschlands ansteigen, während die ersten Ausläufer des schmalen Regenbandes die Mitte des Landes erreichen. Für das kommende Wochenende wird prognostiziert, dass sich die Kaltfront auflösen könnte. Die Wetterlage wird voraussichtlich leicht bewölkt sein, mit möglichen Sonnenstrahlen in vielen Regionen.
Zu Beginn der nächsten Woche wird an der Nordseeküste die Ankunft eines neuen Tiefdruckgebiets erwartet, das die Wetterbedingungen erneut beeinflussen könnte. Diese Entwicklung könnte die bereits angespannte Lage in den betroffenen Gebieten weiter verschärfen.
Quellen: Bild, Focus
Bildquelle: Gerhard Giebener via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
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