Die umfassenden Sanierungsarbeiten auf der stark frequentierten Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin werden die Zugverbindungen bis Ende 2027 erheblich beeinträchtigen. Die notwendigen Bauarbeiten führen zu einer vollständigen Sperrung der wichtigen Ost-West-Verbindung.
Wichtige Sanierung der Verbindung
Ab dem 2. Oktober 2026 wird die Strecke zwischen Hannover und Berlin für einen Zeitraum von rund 14 Monaten nicht befahrbar sein. Dies geschieht, um umfassende Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, die Hunderte Kilometer Gleise, Weichen und Oberleitungen umfassen. Zudem werden etwa zwei Dutzend Bahnhöfe modernisiert, wie die Deutsche Bahn bekanntgab.
Verlängerte Reisezeiten und Umleitungen
Infolge der Bauarbeiten werden die Fernzüge über alternative Strecken umgeleitet. Reisende müssen mit einer zusätzlichen Fahrzeit von etwa 80 Minuten rechnen, da die Umleitungen über Braunschweig und Magdeburg führen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen. Beispielsweise verlängert sich die Reisezeit von Berlin nach Düsseldorf auf etwa fünfeinhalb Stunden, wobei mögliche Verspätungen noch nicht berücksichtigt sind.
Technische Details der Sanierung
Ein wesentlicher Grund für die lange Sperrung ist die Erneuerung der Betonfahrbahn im Bereich von Stendal. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bahngleisen, die in einem Schotterbett liegen, sind die Schienen hier direkt auf einer festen Betonstruktur montiert. Diese Art der Fahrbahn hat eine Lebensdauer von bis zu 60 Jahren, benötigt jedoch eine vollständige Sanierung im Falle von Schäden.
Einschränkungen im Regionalverkehr
Die Bauarbeiten werden auch den Regionalverkehr stark beeinflussen. Regionalzüge werden beispielsweise über Wittenberge zwischen Nauen und Stendal umgeleitet. Reisende, die von Stendal nach Wolfsburg weiterreisen möchten, müssen auf Ersatzbusse umsteigen.
„Gleise, Weichen, Betonfahrbahn, Oberleitungen, Stellwerke und Bahnhöfe werden gebündelt erneuert oder modernisiert“, erklärte Wolfgang Weinhold, Programmleiter der Generalsanierung bei der Bahn-Tochter DB InfraGo.
Diese umfangreiche Investition soll die Qualität, Zuverlässigkeit und Stabilität auf einer der meistbefahrenen Bahnverbindungen Deutschlands gewährleisten. Die Deutsche Bahn hat bereits angekündigt, dass bis 2030 insgesamt 40 Strecken umfassend modernisiert werden sollen.
Quellen: n-tv
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